Beim Musiklehrer schauen, wie das Spielen funktioniert

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Wie klingt und funktioniert eigentlich ein Fagott? Zuhören und Instrumente selbst ausprobieren: Das war beim Tag der offenen Tür an der städtischen Musikschule in Schwäbisch Gmünd möglich.
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Am Tag der offenen Tür in der städtischen Musikschule in Gmünd informierten sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene über Instrumente.

Schwäbisch Gmünd

Schon von weitem klang es in vielen Tönen einladend zum Tag der offenen Tür der städtischen Musikschule. Von 9 bis 13 Uhr waren alle Türen zu den Unterrichtszimmern geöffnet, damit sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene über die unterschiedlichen Instrumente informieren, sie ausprobieren und mit Lehrerinnen und Lehrern ins Gespräch kommen konnten. Anschließend kann man, wenn man will, eine Probezeit von drei Monaten vereinbaren.

Die meisten Interessenten hatten sich angemeldet, einige kamen spontan. Musikalische Früherziehung, Klavier, Akkordeon, Violine und Violoncello, Kontrabass, Trompete und Horn luden ein. Ab 11 Uhr Wechsel in den „Studierzimmern“: Querflöte, Oboe, Klarinette, Fagott, Blockflöte, Saxofon, Gitarre, Harfe, Schlagzeug und Gesang übernahmen. Spitzenreiter auf der Wunschliste der Interessenten sind Klavier, Geige und Gitarre, erläuterte Musikschulleiter Friedemann Gramm. Auch Schlagzeug ist sehr beliebt. Der Unterricht in der Musikschule sei allmählich wieder im Normalmodus. Im Unterricht gibt's keine Maskenpflicht, die Bläser müssen zwei Meter Abstand halten und benötigen eine Schutzwand. Ensemble-Arbeit ist wieder gestattet. Bei den Anmeldezahlen könne er noch keine Veränderung wegen Corona feststellen. Denn angemeldet werde sich meistens nach Beginn des neuen Schuljahrs, wenn der Stundenplan feststeht.

Bei Eloi Enrique sitzen ein Vater und sein kleiner Sohn. Der ist sehr interessiert an Enriques Instrument: Oboe. Das Holzblasinstrument hat seine Besonderheiten, erfährt der Junge: „Ich erkläre dir, wie es funktioniert!“ Man brauche eine bestimmte Blastechnik, denn durch das Rohr, wie das Mundstück genannt wird, passt nicht viel Luft. Das schreckt den Jungen nicht, geduldig übt er mit Eloi Enrique die Lippenstellung, dann strahlendes Glück bei Schüler und Lehrer: Ein Ton ist erklungen.

Anfängerfreundliche Harfe

Das Instrument von Magdalena Walesch erfreut sich großer Beliebtheit, denn mit ihm sei „sofort der volle Klang da!“ Die Rede ist von der Harfe, die, so Walesch, super-Anfänger-freundlich sei. Bei den 47 Saiten orientiert man sich an vereinzelten farbigen Saiten. Aber fleißiges Üben sei nötig, um die Koordination der Hände in Einklang zu bringen. „Meine beiden Lehrerinnen spielen in der Schule Gitarre“, erklärt ein Mädchen Andreas Kümmerle. Sie will wissen, wie das mit dem Erlernen des Gitarrenspiels geht. Das ist nicht so einfach, wie es aussieht, merkt die Schülerin. Erst muss man lernen, wo die hohen, wo die tiefen Saiten sind. Begeistert ist sie, dass man sechs Töne auf einmal spielen kann. „Man muss mit der Muskulatur im Finger einen bestimmten Druck ausüben können!“, so Kümmerle. Dabei zeigen sich manchmal Schwierigkeiten bei der Feinmotorik, wenn es mehrstimmig sein soll. Vor drei Jahren habe es eine Flaute bei der Gitarre gegeben. Das Instrument sei nicht mehr so sichtbar bei der Popmusik gewesen. Derzeit ist es völlig anders, ein regelrechter Hype sei um die Gitarre entstanden.

Ab Ende Kindergarten und Schulbeginn kann man Klarinette lernen, sagt Peter Varda. „Aber ich mag es, wenn jemand lesen und schreiben kann, wegen der Noten“, fügt er hinzu. Diejenigen, die schon vorher Blockflötenunterricht hatten, haben es einfacher, hat er festgestellt.

Infotermin: Wer am Tag der offenen Tür keine Zeit hatte, kann sich im Sekretariat melden wegen eines Infotermins.

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