Beim Wandern was Rocken: der Tag des Wanderns in Schwäbisch Gmünd

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Den Schülern hat es richtig Spaß gemacht.
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Den Tag des Wanderns feierte der Albverein in Schwäbisch Gmünd. Der Tag diente auch als Auftakt für den Deutschen Wandertag 2022.

Schwäbisch Gmünd

Zwei Dutzend Sechstklässler umringten Richard Arnold. „Könnt ihr noch?“, rief der Oberbürgermeister den mit Rucksäcken bepackten Jugendlichen zu. „Klar, locker“, schallte es zurück. Die drei Klassen der Schule St. Josef waren am Freitagmittag im Remspark eingetroffen, nachdem sie am Vormittag durchs Taubental gewandert waren. Stellvertretend für alle Teilnehmer des diesjährigen Tags des Wanderns begrüßte Arnold sie am Informationsstand des Schwäbischen Albvereins.

Der Verein hatte seine zentrale Veranstaltung des deutschlandweiten Aktionstags dieses Jahr in Schwäbisch Gmünd platziert. Vier Wandertouren mit den Schwerpunkten Gesundheitswandern, Yoga und Wandern sowie eine Halbtagestour standen auf dem Programm. Nur die Tagestour musste ausfallen: „Wegen zu wenig Anmeldungen“, erklärte Karin Kunz von der Geschäftsstelle. Überhaupt seien die Anmeldungen „nicht so üppig“ ausgefallen. Beim Yoga hätten sieben Leute mitgemacht, beim Gesundheitswandern acht. „Vielleicht liegt es ja am Wochentag oder am Schulbeginn“, mutmaßt Kunz. Eigentlich werde der Tag des Wanderns am 14. Mai gefeiert, dem Gründungsdatum des Deutschen Wanderverbands. „Doch wegen Corona wurde das verschoben.“ Als die St. Josefs-Schülerinnen und -Schüler in den Remspark strömten, freute sich Kunz sichtlich über die zufriedenen Gesichter.

Spaß hätte es im Wald gemacht, antworteten die Mädchen und Jungen auf die Fragen des OBs. Und, ja, sie würden so etwas gerne öfters machen. „Die Lehrerin möchte jetzt einführen, dass sie einmal in der Woche in den Wald gehen“, erzählte Andrea Friedel. Die Hauptfachwartin für Familien beim Albverein hatte die Klassen begleitet und die Kooperation organisiert. Ihr Sohn gehe auf die Schule für Hörgeschädigte: „Und als ich gehört habe, dass beim Deutschen Wandertag die Inklusion ein wichtiges Thema sein wird, dachte ich, das sei jetzt im Vorfeld perfekt.“ Die Schule sei begeistert gewesen von der Idee.

Der 121. Deutsche Wandertag ist eines der Großprojekte in 2022, das auch Schwäbisch Gmünd in seinen Bann ziehen wird. Vom 3. bis 7. August sind im gesamten Remstal Touren und Veranstaltungen geplant. „Erstmals machen wir dabei auf das Anliegen aufmerksam, Menschen mit Handicap die Möglichkeit zur Teilhabe zu bieten“, sagte Karin Kunz. Wanderungen für Sehbehinderte oder begleitet von Gebärdensprachedolmetschern werden auf der Agenda stehen. OB Arnold freue sich sehr auf den Wandertag, bei dem Gmünd „richtig was Rocken“ werde.

Regina Erb machte außerdem auf einen weiteren Termin aufmerksam: „Am 2. Oktober ist die 12-Stunden-Remstalwanderung“, betonte die Vizepräsidentin des Schwäbischen Albvereins und verwies auf die Anmeldemöglichkeit im Internet. Sicherlich sind dann auch einige der rund 580 Mitglieder der Gmünder Ortsgruppe dabei. Vorstandsmitglied Manfred Wagner bot sich gemeinsam mit fünf Mitstreitern am Freitag als Wanderführer an. 40 bis 45 Wanderungen und Aktionen stelle die Ortsgruppe im Jahr auf die Beine, erzählte er. Er selbst wandere das ganze Jahr: „Wandern ist schön, weil man mit anderen schwätzen kann und in der freien Natur ist.“

Den Kopf freikriegen

So sehen das auch Hans und Gudrun Eberlein. Das Ehepaar aus Gruibingen war extra wegen des Tags des Wanderns nach Gmünd gekommen. „Beim Wandern kriege ich den Kopf frei und kann richtig loslassen“, erzählte Gudrun Eberlein, die selbst Wanderführerin ist. Sie freue sich sehr darauf, bei der Halbtagestour durchs Rotenbach- und Taubental mitzumachen. „Weil wir gerne Neues sehen.“

Vier Touren mit den Schwerpunkten Gesundheitswandern, Yoga und Wandern sowie eine Halbtagestour standen auf dem Programm.

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