Polizei: „Personen teilweise bekannt“

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Symbolbild

Wie Polizei und Stadtverwaltung die Menschen-Ansammlung am Montag in Gmünd bewerten.

Schwäbisch Gmünd. Es sah ein bisschen nach einem Katz-und-Maus-Spiel mit den Behörden aus am Montagabend in Gmünd. Markus Herrmann, der Pressesprecher der Stadt Gmünd, sieht eine Provokation darin, wie sich erst im Stadtgarten und dann in der Innenstadt rund 20 bis 30 Menschen versammelt haben.

Plakate oder Transparente wie bei der Demonstration üblich, hatten die Beteiligten nicht dabei, sagt Bernd Märkle, Pressesprecher beim Polizeipräsidium Aalen. Manche waren den Beamten schon früher im Zusammenhang mit Coronakritik-Demos begegnet. „Es waren Personen dabei, die schon bekannt sind“, sagt Märkle.

Weil gegen die geltende Corona-Verordnung verstoßen wurde, war das Gmünder Ordnungsamt eingeschritten und hatte die Polizei dazu geholt. Die Beamten nahmen Personalien auf, das Ordnungsamt hat 27 Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnung eingeleitet.

„Nehmen wir nicht hin“

Stadtsprecher Herrmann stellt die Position der Stadt Gmünd noch einmal klar: „Das Recht auf freie Meinungsäußerung haben wir in Gmünd immer zugelassen - eben unter den geltenden Bedingungen.“ Und gegen Spaziergänge sei sowieso gar nichts einzuwenden: „Spaziergänge im Freien, das ist doch eine tolle Sache.“ Aber: „Das waren keine friedlichen Spaziergänge, das ist einfach provokant“, urteilt er über die Gruppe und deren Verhalten am Montagabend. „Das können wir nicht hinnehmen.“ Wie sich die Gruppe verhalten habe, „das ist unfair gegenüber denjenigen, denen freie Meinungsäußerung wichtig ist und die sich an Regeln halten - das konterkariert deren Meinungsäußerung“.

Der Vorfall in Gmünd am Montagabend ist für die Polizei im Moment kein Einzelfall. Am Sonntag hatten sich in Waiblingen etwa 40 Menschen versammelt. Auch sie hielten sich mehrheitlich nicht an die Corona-Verordnung. „Das entwickelt sich offenbar aus den Protesten“, schlussfolgert Bernd Märkle.

In Waiblingen war nach dem Polizeieinsatz ein Streifenwagen zerkratzt. In Gmünd gab es Beleidigungen und Angriffe auf Polizisten. „Das kam von Personen, die erst in der Innenstadt zu dem Kern der Gruppe hinzugekommen waren“, so Märkle. Und wie geht es weiter? „Wir haben eine Auge drauf“, sagt Hermann.

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