Berufs-Profis bei Bosch mit Fragen gelöchert

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Großer Vorteil am Infotag war, dass die jeweiligen Auszubildenden den Gästen quasi auf Augenhöhe ihren Alltag bei Bosch erklärten.
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Große Resonanz beim Infotag der Bosch Ausbildung in der Lorcher Straße. Was die Besucher erfuhren und was die Firmen von Bewerbern fordern.

Schwäbisch Gmünd

Welcher Schulabschluss wird für die Ausbildung zum Mechatroniker benötigt? Welche Möglichkeit an Studiengängen gibt es? In welcher Berufsschule wird unterrichtet? Welche Arbeitszeiten hat man und was verdient man in den Lehrjahren? Hat man Chancen auf Übernahme nach der Ausbildung?

Dies war nur ein kleiner Auszug dessen, was die Besucher beim Infotag der Ausbildung zu Bosch in der Lorcher Straße im Gepäck hatten. Viele jungen Schulabgänger hatten auch ihre Eltern dabei. Was Andreas Nebert vom Ausbildungsteam bei Bosch sehr begrüßte. „Wir wollen die Eltern mit im Boot haben“, betonte er. Was immer wieder mit großer Zufriedenheit in Erfahrung gebracht wurde, war, dass die Azubis bei Bosch nach ihrer Lehre zu 80 Prozent einen unbefristeten und zu 20 Prozent einen befristeten Arbeitsvertrag im betrieb erhalten. Sofern sie das möchten. Bezüglich der geforderten Schulabschlüsse erklärte Andreas Nebert ebenso wie sein Team: „Wir schauen uns die letzten drei Zeugnisse aller Schularten an. Was zählt, ist das persönliche Gespräch.“ Sprich, „Noten sind nicht alles“, was man für eine Ausbildung zum Mechatroniker, Industriemechaniker oder Elektroniker für Automatisierungstechnik braucht. Diese drei Berufe kann man bei Bosch lernen. Was beispielsweise auch die beiden Auszubildenden Nils Luickhardt und Max Steingräben bestätigten.

Großer Vorteil am Infotag war, dass die jeweiligen Auszubildenden den Gästen quasi auf Augenhöhe ihren Alltag bei Bosch erklärten. Beispielsweise Nils Luickhardt und Max Steingräben. Anhand von Vorrichtungen gingen sie auf die Praxis ein, plauderten aber auch gern über die Ausbildung an sich. Auch wer sich für ein Studium interessierte, war am Samstag bei Bosch genau richtig. Die ganze Vielfalt an Bachelor of Engeneering, also im Bereich Mechatronik, Elektrotechnik, Fahrzeug-System-Technik oder auch Wirtschaftsingenieurwesen sind möglich. Und ganz neu auch für Embedded Systems - General Engeneering in Zusammenarbeit mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Mit Sitz in Heidenheim und Stuttgart. „Wir sind genau in der Mitte, ein großer Vorteil“, wie Nebert feststellte. Vorteil dieser Studien: Sie sind praxisnah. Vertreter der Hochschule waren ebenfalls präsent und hielten professionelle Antworten für viele Fragen bereit. Beide durchlaufen die Ausbildung zum Elektroniker. Und warben für diese Ausbildung aufgrund ihrer Praxisnähe. Sei erwähnt, dass beide es zuerst mit einem entsprechenden Studium probiert haben, dieses jedoch aufgrund der zu einseitigen Vermittlung der Theorie abgebrochen haben.  „Nächstes Jahr stellen wir 50 Auszubildenden und Studierenden ein“, kündigte Andreas Nebert an. Pro Lehrjahr steht ein Ausbilder zur Verfügung.

Kompetenz ist gesucht

„Wir brauchen auch in Zukunft für einen leistungs- und wettbewerbsfähigen Standort junge Mitarbeiter und deren Kompetenzen“, beschrieb der Ausbilder. Als Wirtschaftsbeauftragter der Stadt staunte Alexander Groll bei seinem Rundgang über das vielfältige Ausbildungsangebot. Diesen Infotag bezeichnete er als „enorm wichtig“, da Schulpraktika BOGi und BORS wegen Corona ausgefallen sind. Er begrüßte die Kooperation zwischen Bosch, Schulen und Kindergärten. Nebert informierte, dass Bosch-Azubis Robotikkurse in der EULE besuchen.

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