Bessere Wege für Radler gesucht

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Auf die Räder, fertig, los - hieß es an diesem Montag beim Start des Stadtradelns. Der TSGV Waldstetten war dabei, und zusammen mit Baubürgermeister Julius Mihm und Mobilitätsmanagerin Anja Tamm ging es in Richtung Dreifaltigkeitsfriedhof.
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Bei der Aktion "Stadtradeln" soll das Rad für die Bürger attraktiver werden, aber auch gleichzeitig auf den Fahrradverkehr in der Stadt aufmerksam gemacht werden.

Schwäbisch Gmünd

Rund 40 Fahrradfahrer haben sich an diesem Montag vor dem Marienbrunnen auf dem Gmünder Marktplatz bereit gemacht. Der Grund dafür: Das von der Stadt Schwäbisch Gmünd und der Gemeinde Waldstetten veranstaltete Stadtradeln. Es solle dazu beitragen, einen besser funktionierenden Fahrradverkehr zu schaffen. Gleichzeitig soll die klimafreundliche Alternative für die Bürger attraktiv gemacht werden. Einfach gesagt, "das Rädle soll in den Verkehr miteingebaut werden", sagt Baubürgermeister Julius Mihm.

Vor allem in der Corona-Zeit seien wieder mehr Personen auf das Fahrrad umgestiegen, sagt Mihm. Thomas Schneider, Vorsitzender des Vereins "Nachhaltige Zukunft Waldstetten" sieht das etwas anders. "Die Leute wollen immer mehr Fahrrad fahren, und das hat nicht mal was mit Corona zutun", sagt er. Doch meist erschwere der Straßenverkehr das Radfahren. Aus diesem Grund müsse eine Infrastruktur her, die beide Verkehrsteilnehmer vereint. Das wiederum sei laut Baubürgermeister eine "ideale Vorstellung", die so in Gmünd im Moment nicht möglich sei. "Vorerst sollte darauf geachtet werden, dass die Radfahrer von den Autofahrern im Verkehr beachtet und vor allem respektiert werden", sagt Mihm.

Der erste Schritt ist bereits für den Herbst angesetzt. "In der Weißensteinerstraße werden Radsymbole aufgestellt, die auf die Radfahrer aufmerksam machen", sagt Mobilitätsmanagerin Anja Tamm.

Der Radverkehr in Gmünd

Auf Worte folgen schließlich Taten: Die Radfahrer steigen an diesem Montag auf die Räder und los geht´s. Der Gmünder Dreifaltigkeitsfriedhof ist das Ziel. Dabei werden ausschließlich die Radwege befahren. Rund 20 Minuten dauert die Fahrt zum Friedhof. Zum Vergleich: Die Fahrt mit dem Auto soll laut Navi sieben Minuten dauern. Der Grund laut Schneider: "Es gibt einfach zu wenig Radwege ."

Das Rädle soll in den Verkehr miteingebaut werden.

Julius Mihm, Gmünds Baubürgermeister

Auch die Bequemlichkeit bei den Leuten ist seiner Meinung nach ein Problem. "Viele nutzen lieber das Auto statt das Rad", sagt Schneider. Dabei habe das Radfahren den einen oder anderen Vorteil. Zum Einen sei man an der frischen Luft und zum anderen "kommt man schneller an einen Ort", sagt Schneider.

Die Weißensteinerstraße stellt die Radfahrer vor eine große Herausforderung. Bis jetzt sei noch unklar, wie der Fahrradverkehr dort geregelt werden soll, sagt Mihm. Vorschläge dafür seien entweder zusätzliche Radstreifenwege oder ein komplett unabhängiges Radverkehrsystem in der Gutenbergstraße, sagt Tamm. Doch genaueres müsse noch geplant werden. "Bis dahin sollen die Radsymbole aufgestellt werden", sagt sie. Es bleibe ein stetiger Prozess, sagt Mihm.

Interesse am Stadtradeln? Weitere Informationen gibt es unter www.stadtradeln.de.

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