Besucherzahlen noch nicht auf Vor-Corona-Niveau

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Bühnenzauber Schwäbisch Gmünd Remsparkbühne
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„Remspark Bühnenzauber“ geht mit prominenten Auftritten weiter. Bis zur Halbzeit 3500 Gäste. Ideen schon für 2022

Schwäbisch Gmünd. Künstler und Publikum kommen wieder zusammen, der „Remspark Bühnenzauber“ macht das in diesem Sommer möglich. Fast 50 Veranstaltungen standen und stehen zwischen Juni und Oktober auf dem Programm, „bis jetzt hatten wir schon rund 3500 Besucherinnen und Besucher“, sagt Markus Herrmann, Geschäftsführer der Touristik- und Marketing GmbH. Am Ende könnten es fast 6000 werden.

„Das freut uns wirklich, aber wir sind noch lange nicht da, wo wir vor Corona standen“, sagt er weiter. Die Veranstaltungsreihe „Gmünder Sommer“ mit ähnlichem Programm lockte 2016 immerhin zwischen 30 000 und 40 000 Menschen in den Remspark. Die derzeit zur Verfügung stehenden 163 zum großen Teil überdachten Sitzplätze waren häufig ausgebucht, „aber der große Run war das noch nicht“, so Herrmann. Veranstaltungsleiter Hans-Peter Spitznagel rechnet damit, dass es nach der Zwangspause noch etwas dauert, bis die Menschen wieder wie früher zurückkommen. Manche scheuten vielleicht die Hürden mit 3G und die Maskenpflicht auf dem Weg zum Sitzplatz. Es gebe auch Menschen, die verunsichert sind, so Markus Herrmann. Leute die fragen, ob ein Open-Air-Konzert auch bei Regen und niedrigen Temperaturen stattfinden. „Manche kennen die Regeln der Open-Air-Konzerte schon gar nicht mehr.“

Vier Mal Hochkaräter

Zur Halbzeit sieht es aber schon nach großem Interesse an Kulturveranstaltungen aus. Die Nachfrage nach Karten für die nächsten Veranstaltungen ist groß. Vielleicht auch wegen der Bühnenprominenz. „Halt mal, Schatz“, heißt das aktuelle Programm des Kabarettisten Jochen Malmsheimer, zu erleben am Donnerstag, 2. September um 19 Uhr auf der Remspark-Bühne. Schon einen Tag später, ebenfalls um 19 Uhr, kommt Pianist Axel Zwingenberger, „Garant für großartigen Boogie Woogie und einfühlsamen Blues“, so Markus Herrmann. Am Samstag, 4. September um 19 Uhr tritt Nikita Müller auf, in der Comedyszene längst etabliert. Schließlich ist es Zeit für Fräulein Wommy Woner, „Geht‘s noch?“ heißt es am Samstag, 25. September um 19 Uhr. Diese Veranstaltungen sind stark subventioniert, bei so wenigen Plätzen wäre das nach Worten Hans-Peter Spitznagels auch gar nicht anders möglich.

Die Stadt kann sich das wie den gesamten „Remspark-Bühnenzauber“ auch nur leisten, weil es in diesem Jahr Zuschüsse aus der „Bundesstiftung Kultur“ gibt. Auf Initiative Schwäbisch Gmünds hat sich der Landkreis darum beworben, nun fließen 90 000 Euro der 300 000 Euro in die Stauferstadt. Insgesamt unterstützt der Bund die Kultur mit rund sechs Millionen Euro, „vor allem, um Künstlerinnen und Künstlern wieder Aufträge zu verschaffen“.

Vereine profitieren

Und es gibt noch mehr, die davon profitieren. Vereine konnten nach Worten Markus Herrmanns die ganze Infrastruktur kostenlos nutzen und hatten so die Möglichkeit, sich überhaupt wieder mit Musik und Gesang auf einer Bühne zu präsentieren. Der Bundeszuschuss hilft auch, die weiteren Zusatzkosten in Corona-Zeiten zu stemmen. Für alle rund 50 Veranstaltungen sind am Eingang vier Kräfte zusätzlich nötig, etwa für die 3G-Kontrolle.

Im Blick haben die Veranstalter schon das Jahr 2022. „Wir würden gerne wieder so einer Veranstaltungsreihe auf die Beine stellen“, so Markus Herrmann. Auch die Gastspiele im Rahmen des Festivals Europäische Kirchenmusik seien dort eine Bereicherung gewesen und im nächsten Jahr wieder denkbar. Allerdings brauche es eine Finanzierungsgrundlage, denn der Zuschuss des Bundes werde wohl nicht wiederholt. Mit Verträgen ist man noch vorsichtig. „Die machen wir erst, wenn wir die Finanzierung gesichert haben und sehen, was uns Corona beschert“, sagt Hans-Peter Spitznagel. Mit kurzfristigen Lösungen kennt man sich aus: Schon für den „Gmünder Sommer“ wurde im Frühjahr gebucht und im Mai gestartet“, erinnert sich Markus Herrmann.

So geht's weiter: Freier Eintritt an diesem Wochenende Samstag und Sonntag je 14 Uhr „Blühende Stadtführung um den Remspark“, Samstag 19 Uhr Axel Nagel „Sweet soulful Music“. Dafür braucht man Karten (i-Punkt): 2. September Jochen Malmsheimer, 3. September Axel Zwingenberger, 4. September Nikita Miller und 25. September Wommy Wonder.

Wir würden gerne wieder so eine Veranstaltungsreihe auf die Beine stellen.“

Markus Herrmann,, T&M-Geschäftsführer

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