BI Zeiselberg klagt gegen XXL-Bau

  • Weitere
    schließen
  • schließen

Klage beim Verwaltungsgericht eingereicht. Stadt hält das Bauprojekt für "rechtlich belastbar".

Schwäbisch Gmünd. Die Bürgerinitiative Zeiselberg (BI) hat nach eigenen Angaben am Freitag beim Verwaltungsgericht Klage gegen die Gastronomie-Bebauung auf dem Zeiselberg erhoben. In einer Pressemitteilung schreiben Frank Eissmann und Stanislaus Müller-Härlin, die BI sei weiterhin der Ansicht, dass eine Stadt, die ihren Bürgern eine "XXL-Restauration mit 340 Plätzen in einem reinen Wohngebiet zumutet, den schönen Hausberg verbaut und die Aussicht zerstört, unverantwortlich handelt. Das vorgelegte Gutachten beruht zum Teil auf falschen Zahlen und Annahmen. Das Projekt ist ein Dinosaurier aus einer Zeit, die soziale, ökologische und gesellschaftliche Verantwortung diesbezüglich nicht wichtig nahm". Die BI sei der Ansicht, dass "der Umgang der Stadt mit konstruktiven Bedenken wie mit der BI, sowie die schlechten Erfahrungen der letzten Jahre am Berg eine Überprüfung nötig" machten. Es bleibe "in keiner Weise nachvollziehbar, warum eine BI die Stadt zwingen muss, geltende Verordnungen zu berücksichtigen, offensichtliche Mängel zu beheben und sich dafür zudem angreifen zu lassen", scheibt die BI. Und weiter: "Mit dem entschlossenen Vorgehen, für das die BI viel positive Rückmeldung und Unterstützung erhält, geht die Hoffnung und der Wunsch auf einen Sinneswandel einher: Gemeinsame Lösungssuche statt Autorität, Austausch statt Konfrontation."

Normaler, rechtlicher Weg

Investor Andreas Kunz von der Untergröninger Lammbrauerei sagt auf Anfrage, er hätte es "schön gefunden, wenn an die ganze Sache jetzt mal ein Punkt gemacht" worden wäre. Nun müsse man die Gerichtsentscheidung abwarten. Pächter Hannes Barth gibt sich "verwundert" ob der "Verzögerungstaktik" der BI. Er gehe davon aus, dass das Gebäude im kommenden Jahr steht. Falls nicht, werde es auf jeden Fall einen Biergarten geben. Barth: "Wir leben in einem demokratischen Land und werden die Gerichtsentscheidung abwarten, aber in der Hoffnung, dass diese schnell fällt."

Für Stadtsprecher Markus Herrmann ist die Klage der normale rechtliche Weg, den zu gehen der BI offenstehe. Die Stadt jedenfalls halte das Vorhaben auf dem Zeiselberg – in Abstimmung mit dem Regierungspräsidium – für "möglich, machbar und rechtlich belastbar". Nun gelte es, die Entscheidung abzuwarten.

Zurück zur Übersicht: Stadt Schwäbisch Gmünd

WEITERE ARTIKEL