Bis zu 400 zusätzliche Impfungen pro Tag möglich

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In der Schwerzerhalle wurde ein Corona-Impfstützpunkt eingerichtet.
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Impfstützpunkt des Landkreises in der Schwerzerhalle hat den Betrieb aufgenommen. Viele Erstimpfungen.

Schwäbisch Gmünd

Pro Tag 300 bis 400 Impfungen gegen Corona, sieben Tage die Woche, täglich von 10 bis 18 Uhr: Diese Leistung verspricht der Regionale Impfstützpunkt des Landkreises, der am Dienstagnachmittag in der Schwerzerhalle seine Arbeit aufgenommen hat. Am gleichen Tag starteten Impfstützpunkte in Aalen, Ellwangen und Bopfingen (dort bislang an drei Tagen pro Woche). So unterstützt der Ostalbkreis die niedergelassenen Ärzte, die bislang schon neben ihrer eigentlichen Arbeit zahlreiche Menschen impfen.

Mit dieser Struktur würden täglich mehr Menschen geimpft, als es je im Kreisimpfzentrum möglich war. Das stellte Landrat Dr. Joachim Bläse fest, der zum Start des Stützpunkts nach Gmünd gekommen war. Er warb aber auch um die Geduld: „Wir können nicht alle an einem Tag impfen.“ Ältere und Menschen mit geschwächtem Immunsystem hätten Priorität. Die Stützpunkte orientierten sich nach wie vor an der Regel der Ständigen Impfkommission (Stiko), dass die Auffrischungsimpfung (Booster) erst sechs Monate nach der zweiten Impfung sollte.

Verimpft werden in der Schwerzerhalle die Stoffe Biontech und Moderna. Der Landkreis, so Bläse, versuche möglichst viel Impfstoff vom Land zu bekommen. im Gegenzug habe er Mitarbeiter abgestellt, die dem Land bei der Verbesserung des Impfstoffmanagements helfen sollen.

Im Gegensatz zum Landrat richtete Gmünds Sozialbürgermeister Christian Baron auch deutliche Worte an die Landesregierung: Wenn die Kommunen schon einspringen, um das Gesundheitssystem zu stabilisieren, erwarte er, dass das Land sie unterstützt. Beispielsweise gebe es immer noch Probleme bei der Impfstoffbeschaffung. Er erwarte eine enorme Nachfrage an den Impfstützpunkten. Gleichzeitig kündigte er an, dass die Samstags-Aktionen der niedergelassenen Ärzte und Rettungsdienste weiterhin angeboten werden.

Thomas Wagenblast, der Ordnungsdezernent des Landkreises, erwartet, dass die dezentrale Struktur der Impfstützpunkte deutlich effizienter funktioniert als das frühere zentrale Kreisimpfzentrum. Weiterhin seien auch mobile Teams in den Städten und Gemeinden unterwegs. In der Schwerzerhalle seien bisher zwei Impfstraßen eingerichtet, bei Bedarf könne aufgestockt werden. Es komme jedoch auch darauf an, den Einsatz durchzuhalten. Die Organisatoren gehen davon aus, dass die Impfstützpunkte bis März oder April in Betrieb sein müssen.

Zudem müsse damit gerechnet werden, dass bald auch Kinder ab dem 5. Lebensjahr als mögliche Impflinge hinzukommen, wenn die Stiko, die Impfung auch für diese Altersklasse freigibt. Daran erinnerte Peter Schmidt, ärztlicher Leiter der Impfstützpunkte. Er berichtete, dass unter den bisherigen Anmeldungen sehr viele Erstimpfungen sind. Bei der Organisation des Ablaufs sei auch immer Zeit für Gespräche mit Menschen, die zum Beispiel noch unsicher sind.

Der Betrieb der Impfstützpunkte wäre nicht möglich ohne die haupt- und ehrenamtlichen Helfer von Malteser Hilfsdienst und Rotem Kreuz. Heiko Born, Bezirksgeschäftsführer der Malteser, und Manuela Schaal, beim Gmünder DRK-Kreisverband für den Sanitätsdienst zuständig, berichteten, dass die notwendigen Mitarbeiterteams sehr schnell gefunden werden konnten.

Und offenbar machen sie ihre Sache gut. Heinke Paridon, eine der ersten Geimpften in der Schwerzerhalle, erzählte, dass sie eine Viertelstunde habe warten müssen und sehr persönlich betreut worden sei. Diesen Weg zur Impfung habe sie gewählt, nachdem bei ihrem Hausarzt das Telefon ständig belegt gewesen sei.

Wir können nicht alle an einem Tag impfen.“

Dr. Joachim Bläse,, Landrat
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  • Anmelden ist nötig für alle, die eine Impfung in der Schwerzerhalle wollen. Anmelden kann man sich über die Homepage der Stadtverwaltung, auf der alle Impfmöglichkeiten zusammengefasst sind, auch Aktionen der niedergelassenen Ärzte. Wenn jemand einen Termin absagt, wird dieser auf der Homepage wieder als frei gemeldet, so dass es sich lohnen kann immer wieder nachzuschauen.
  • Wer mit dem Internet nicht zurechtkommt, kann sich auch telefonischen unter 07171/603-5080 bei der Stadtverwaltung melden.

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