Bürgerpark offene Frage bei Projekt Wohnen am Salvator

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Die Salvatorvilla will der Schorndorfer Investor Gerald Feig aus dem Dornröschenschlaf erwecken. In und bei der Villa sollen zwischen Salvatorstraße und Salvator 27 Wohnungen entstehen. Noch in der Diskussion ist die Gestaltung des Geländes östlich der Villa.
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Räte begrüßen Vorhaben mit 27 neuen Wohnungen und Sanierung der Villa. Investor soll Konzeption für Veranstaltungen erarbeiten.

Schwäbisch Gmünd

Grundsätzlich begrüßen Gmünds Stadträte das Vorhaben des Schorndorfer Investors Gerald Feig, in der und unterhalb der Salvatorvilla am Nepperberg 27 neue Wohnungen zu schaffen. Offen jedoch war für viele Stadträte noch, was aus dem Grundstück östlich der Salvatorvilla wird. Ursprünglich planten Feig und sein Architekt Felix Stammler dort eine so genannte Orangerie und ein Teehaus. Dies in einem Park, der nicht nur für die Bewohner der Anlage, sondern auch für die Bürger Gmünds geöffnet werden soll. In ihren bisherigen Gesprächen im vergangenen Jahr hatten die Stadträte dem Investor auf den Weg gegeben, Orangerie, Teehaus und Bürgerpark nochmal zu überdenken. An diesem Mittwoch nun stellten Feig und Stammler neue Ideen vor. Danach sollte es östlich der Villa und der drei Wohngebäude nur einen kleinen Pavillon geben, der jedoch auch Veranstaltungen ermögliche. Es sei nun an den Stadträten, sich für die "größere und mutige Lösung" oder die "kleinere Lösung" zu entscheiden.

"Das Teehaus sieht besser aus", machte spontan Oberbürgermeister Richard Arnold aus seiner Meinung keinen Hehl. Er verglich den Pavillon mit dem "Pausenhof der Uhlandschule". Arnold bezweifelte zudem, dass die kleinere Lösung Veranstaltungen ermögliche. Denn "wo sollen dafür die Stühle herkommen", fragte der OB.

Das Projekt überschreite die Baulinien in einem gerade noch zulässigen Maß, sagte Christoph Preiß (CDU). Die CDU werde zustimmen, doch der Salvator sei Gmünds heiliger Berg, und es könne nicht sein, "dass wir den Salvator aufgeben".

Er begrüße, dass der Investor sich mit der kleineren Lösung Gedanken um die Bäume im Park gemacht habe, sagte Karl Miller (Grüne). Er regte an, den Pavillon nicht zu sehr an den Kreuzweg anzulehnen. Miller hinterfragte zudem Pläne, die Pedelec-Station am Bahnhof zu öffentlichen Toiletten auch für den Bürgerpark umzubauen.

Die Mehrheit in der Fraktion sei für den Pavillon, er selbst sei für die größere Lösung, sagte Johannes Zengerle (SPD). Ihre Fraktion sei von Anfang an für die größere Lösung, sagte auch Dr. Constance Schwarzkopf-Streit (FWF). Auch mit dem Risiko, dass "Bäume fallen könnten". Mit dem Pavillon gewinne man nichts. Sie verwies darauf, dass die Villa und der Park über Jahre nicht gepflegt worden seien. Auch Ullrich Dombrowski (Bürgerliste) sprach sich für die größere Lösung aus. Doch für die gebe es wohl keine Mehrheit. Der Pavillon, die "Überdachung", sei eine "Notlösung". Auch er sei ein "starker Befürworter des Projekts", sagte Dr. Peter Vatheuer (FDP/FW).

Was "Öffnung des Parks" bedeute, hinterfragte Professor Dr. Andreas Benk. Er wollte wissen, ob der Park tagsüber auf sei. Hier hakte auch Martin Bläse (CDU) ein. "Wenn nur dreimal im Jahr offen ist, dann lassen wir den Bürgerpark", sagte er. Der Park sei nicht öffentlich, sagte dazu Feig. Doch 24 bis 30 Veranstaltungen im Jahr seien denkbar. Er denke bei einer Investition von 500 000 bis 700 000 Euro nicht daran, den Park nur dreimal im Jahr zu öffnen.

Einigkeit gebe es bei den drei Wohngebäuden, Einigkeit auch bei einer denkmalgerechten Sanierung der Villa, fasste Arnold zusammen. Die Geister schieden sich bei kleiner Pavillon-Lösung oder größerer Teehaus-Lösung. Arnold gab dem Investor deshalb mit auf den Weg, in den Bebauungsplan eine Konzeption für den Bürgerpark mit Veranstaltungen einzuarbeiten.

Die neue, kleinere Lösung für den Park, einen Pavillon, stellte Gerald Feig am Mittwoch vor.
Die größere Lösung, das Teehaus, war von Anfang an Teil des Projekts. Visualisierungen: Stammler

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