Bundeswehr-Hubschrauber auf dem Hornberg: Rettungshunde proben den Ernstfall

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Spannende Übung für Zwei- und Vierbeiner auf dem Hornberg: der Hubschraubereinsatz.

Gemeinsam mit "Search and Rescue" (SAR), dem Such- und Rettungsdienst der Bundeswehr, proben Malteser Rettungshunde mit einem Hubschrauber auf dem Hornberg den Ernstfall.

Schwäbisch Gmünd

Um 8.19 setzt der Bundeswehr-Hubschrauber BEL UH 1D, in Fachkreisen "Huey" genannt, auf dem Flugplatz Hornberg auf. Wahrlich ein ungewohntes Bild, landen hier doch sonst eher Segelflieger. Kein Wunder, dass manch früher Wanderer verblüfft stehen bleibt und zuguckt.

Die "Huey" gehört zur siebten Staffel des Heeresflugregiments 30 in Niederstetten und kommt mit einer Mission. Gemeinsam mit den Rettungshundestaffeln der Malteser aus Schwäbisch Gmünd und Rottenburg steht eine ganz besondere Übung auf der Agenda. Eingefädelt von Hundestaffel-Chef Michael Berger, der auch das Hygienekonzept für alle neun Hundestaffeln in der Diözese aufgestellt hat, damit Übungen abgehalten werden können.

"Bislang waren wir nur zu Trockenübungen bei der Bundeswehr in Laupheim", erzählt Michael Berger, dass die Hunde zwar den Hubschrauber kennen, aber nicht die laufende Maschine im Flug. Aktuell verfügt die Malteser Rettungshundestaffel Schwäbisch Gmünd über 14 ausgebildete Suchhunde. Aber bei der Übung auf dem Hornberg sind alle 25 HundeführerInnen mit ihren Vierbeinern dabei.

"Ich freu mich schon seit Wochen drauf", verrät Hundeführerin Yasmin Welz übers ganze Gesicht. Und ihre ausgebildete Labradordame "Loki" wird gar nicht mehr fertig mit Schwanzwedeln. Keine Frage, die Hunde sind ganz aus dem Häuschen und umrunden neugierig den Hubschrauber. Damit fertig, erschnüffeln sie auch dessen Innenleben. Michael Berger beschreibt die Übung, für die insgesamt acht Landeplätze rund um den Hornberg genehmigt sind. "Sofern ein Hund partout nicht in den Hubschrauber will, wird er natürlich nicht gezwungen", betont Berger.

Mut ist angesagt bei den Hunden. Und nahezu blindes Vertrauen zu ihren Hundeführern.

Der Hund wird natürlich nicht gezwungen.

Michael Berger, Hundestaffel-Chef

Wie eng das Band zwischen den Teams ist, zeigt sich dann. Denn mancher Hund hebt mit Herrchen oder auch Frauchen ab. An einem anderen Platz wird gelandet und der Hund zur Suche animiert. "Schließlich gibt es unwegsames Gelände, in das man nicht mit dem Auto hinkommt, und wohin es zu Fuß zu lange dauert. Dafür ist diese Übung", erklärt Berger. Hund und Mensch werden dann auch schon mal aus einem Hubschrauber zusammen abgeseilt, um eine vermisste Person aufzuspüren.

Unter den Übenden ist auch eine ganze Familie. Vater Helmut und Mutter Karin Schreiner mit Tochter Ramona Heissenberger nebst Gatten Marcus und den Kindern Leonie (9) und Louis (7). Selbst der Nachwuchs ist in Erster Hilfe ausgebildet. Und die Erwachsenen sind erfahrene Hundeführer: "Weil es eine tolle Truppe ist und wir Menschen helfen wollen."

Michael Berger dankt der Gmünder Fliegergruppe rund um Vorsitzenden Dr. Stefan Kroboth, die das Gelände zur Verfügung stellten. "Das ist eine gute Sache, das muss man unterstützen", findet Frank Rodewald von den Gmünder Fliegern. Unter den "Zaungästen" ist übrigens auch der Gmünder Polizeirevierleiter Jürgen Vetter. Er lobt die enge Zusammenarbeit mit der Rettungshundestaffel bei der Suche nach vermissten Personen.

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