Cantate Domino löst Versprechen ein

+
In der Vorfreude, endlich wieder auftreten zu können, probten die Chormitglieder unter 2G und mit Abstand.Ì

Traditionsreicher Männerchor faszinierte sein Publikum beim Festgottesdienst am Christkönigsfest mit neuem Repertoire. Stephan Beck begleitet an der Orgel in St. Franziskus.

Schwäbisch Gmünd

Nachdem im Frühjahr 2020 die musikalische Mitgestaltung eines Gottesdienstes auf Grund der damaligen Pandemielage nicht möglich war, gestaltete das Männerchorensemble unter seinem Chorleiter Moritz Tempel den Abendgottesdienst zum Christkönigsfest in St. Franziskus mit. Unterstützt wurde der Männerchor dabei von Kirchenmusikdirektor Stephan Beck an der Orgel.

Seit Moritz Tempel im Herbst 2019 den Chor übernommen hatte, mussten der Probenbetrieb und die Vorbereitungen auf Auftritte immer wieder eingestellt werden. Ab September konnten die Männer von Cantate Domino nun unter der Einhaltung der doch sehr einschränkenden Maßnahmen intensiv proben. Immer wieder neu motiviert durch ihren Chorleiter und das Bestreben, mit neu einstudierten Stücken auch wieder einmal in der Öffentlichkeit aufzutreten, nahmen alle die derzeit geltenden Maßnahmen auf sich. Die Sänger und der Chorleiter probten unter der 2G-Regel auf Abstand und auf den Auftritt hin wurde diese sogar durch einen freiwilligen Test ergänzt.

Das Ergebnis durften die Gottesdienstbesucher miterleben. Nach einem Orgelvorspiel von Stephan Beck begann der Chor den Gottesdienst mit einem fein und lebendig vorgetragenen Satz aus dem 17. Jahrhundert von Bartholomäus Helder: „Ich freu mich in dem Herren“. In seiner Begrüßung ging Pfarrer Michael Holl auf diese Aussage des Liedes ein und setzte sie in Beziehung zum Christkönigssonntag und der derzeit doch eher traurigen Situation. Unterstützt durch Kirchenmusikdirektor Stephan Beck an der Orgel, folgte nun ein mit barocker Leichtigkeit vorgetragenes „Kyrie“ von Antonio Lotti. „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“ – passend zu Christkönig schloss sich als Glorialied an. Der fast betend vorgetragene Männerchorsatz eines Liedes aus Taize wurde als Kehrvers zu den Psalmversen nach der Lesung gesungen.

Im Mittelpunkt der Predigt von Pfarrer Holl stand die Aussage: „ Orientiert euch nicht am lieben Gott, sondern am Gott der Liebe.“ Nach den Vorstellungen des Chorleiters, Moritz Tempel, wurde das Sanktus von Friedrich Silcher vom Chor vorgetragen und der Schlusspunkt vor dem Orgelnachspiel des Organisten wurde mit dem getragenen Satz des Marienlieds „Ave maris stella“ von Caspar Ett gesetzt.

Zurück zur Übersicht: Stadt Schwäbisch Gmünd

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare