Corona bremst den Gmünder Schneeschuhverein aus

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Die Kassiererin Heike Breidenstein (l.) und die Vorsitzende Magit Schonter (r.) mit den geehrten Mitgliedern (v.l.) Georg Feuerle, Norbert Barthle, Rolf Bleicher und Alexander Reichenauer.

Der SVG stellt die Neuausrichtung des Gmünder Haus in Riezlern vor und feiert seine Jubilare.

Schwäbisch Gmünd. Der Gmünder Schneeschuhverein hat seine jährliche Hauptversammlung unter Einhaltung der aktuellen Maßnahmen in Präsenz abgehalten. Hierzu konnte die Vorsitzende Margit Schonter zahlreiche Mitglieder begrüßen.

Zunächst erfolgte die Ehrung verdienter Mitglieder und Jubilare. Alexander Reichenauer wurde für seine 25-jährige Mitgliedschaft geehrt, Rolf Bleicher, Georg Feuerle und Norbert Barthle gar für 50 Jahre Mitgliedschaft im SV Gmünd. Bleicher und Barthle wurden gleichzeitig zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Mit Blick auf die leicht rückläufigen Mitgliederzahlen in den vergangenen Jahren auf aktuell 435 Mitglieder wies die Vorsitzende nochmals auf die Vorteile einer Vereinsmitgliedschaft im SVG hin, wie zum Beispiel den Versicherungsschutz bei Skiausfahrten. Ziel in den nächsten Jahren werde es sein, dem Trend entgegenzuwirken und wieder neue Mitglieder für den Verein zu gewinnen.

Am vereinseigenen Skilift an der Winterhalde konnte im vergangenen Winter, trotz hervorragender Schneebedingungen, pandemiebedingt leider kein Liftbetrieb stattfinden. Ressortleiter Michael Kleesattel schätzte die möglichen Lifttage auf etwa 40 bis 50, was vermutlich den besten Winter seit Inbetriebnahme des Liftes bedeutet hätte. Ein Betrieb nur für einzelne Personen oder Familien, wie in anderen Skigebieten teilweise praktiziert, wäre zwar möglich gewesen, doch habe sich der SVG bewusst dagegen entschieden, den Lift nur für einige wenige Wintersportler zu öffnen.

Um für den nächsten Winter gewappnet zu sein, soll die in die Jahre gekommene Pistenwalze ersetzt werden. Durch den Einsatz von Fördermitteln und den Verkauf des alten Fahrzeugs sind die Kosten für den Verein hierbei überschaubar.

Kaum Training, keine Rennen

Sportwart Eberhard Krieg konnte anschließend für die Rennmannschaft ebenfalls nicht viel Positives aus dem Winter 2020/2021 berichten. Rennen habe es aufgrund der Corona-Pandemie gar keine gegeben und ein Schneetraining sei nur für einige wenige Kaderathleten überregional möglich gewesen. Die vom SVG geplanten Trainingsmaßnahmen mussten derweil allesamt abgesagt werden.

Auch Skischulleiter Michael Schlenker musste berichten, dass die Skischule im vergangenen Winter coronabedingt weder Skikurse in Degenfeld, noch irgendwelche Skiausfahrten durchführen konnte. Diese Angebote sollen im kommenden Winter wieder angeboten werden können, sofern es die Corona-Lage zulasse. Der SVG habe ein Hygienekonzept vorbereitet und könne auf die jeweilige Situation angepasst werden.

Aus der Arbeitsgruppe „Gmünder Haus“ informierte Joachim Wahl die Mitglieder über den aktuellen Projektstand. Das vereinseigene Haus in Riezlern soll künftig komplett neu ausgerichtet werden. Das Haus ist seit März 2020 geschlossen, das Verwalterehepaar Kleemann seit dem 1. Januar im Ruhestand. Ein kostendeckender Betrieb sei mit dem bisherigen Betreibermodell nicht mehr möglich und in Sachen Brandschutz und Ausstattung werde das Haus den gestiegenen Anforderungen nicht mehr gerecht. Das Haus solle jedoch im Vereinsbesitz verbleiben und nicht veräußert werden.

Da ein ehrenamtlicher Umbau und späterer Betrieb durch den Verein aufgrund des enormen Aufwands und der räumlichen Entfernung jedoch nicht machbar ist, wird eine Kooperation mit einem örtlichen Betrieb angestrebt. Die Wiedereröffnung ist für die Sommersaison 2022 geplant.

Zum Schluss der Mitgliederversammlung folgte noch der Kassenbericht durch Kassiererin Heike Breidenstein und der Kassenprüfer, die Entlastung wurde durch Norbert Barthle vorgenommen.

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