Corona-Demo in Gmünd: Rund 120 Maßnahmenkritiker am Bahnhofsvorplatz

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Corona Demo Bahnhof
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Die Demonstranten protestierten lautstark gegen die Corona-Maßnahmen.

Schwäbisch Gmünd. Während in der Innenstadt der verkaufsoffene Sonntag läuft, demonstrieren der Polizei zufolge rund 120 Personen auf dem Bahnhofsvorplatz lautstark gegen die Corona-Maßnahmen – weniger mit Redebeiträgen, sondern vielmehr mit Trommeln, Trillerpfeifen und jeder Menge Plakate.

Wie Gmünds Ordnungsamtsleiter Gerd Hägele auf Nachfrage bestätigt, hatte Tanja Buschbeck von „Querdenken 7171“ die Versammlung ordnungsgemäß und fristgerecht bei der Stadtverwaltung angemeldet. Buschbeck hat in den vergangenen Monaten im Raum Schwäbisch Gmünd bereits mehrere solcher Demonstrationen organisiert.

Zwei Stunden lang äußerten Impfgegner, Querdenker und sonstige Maßnahmenkritiker jeden Alters am Sonntag vor dem Gmünder Bahnhof ihrem Unmut über die in Deutschland bestehenden Corona-Verordnungen. Ihre Hauptforderung: Den „Corona-Wahnsinn stoppen“. Ebenso dürfe es „keinen Impfzwang“ und auch „keine Maskenpflicht für Kinder“ geben.

Eigentlich hatten die Maßnahmenkritiker auf dem Johannisplatz oder im Bereich des Sebaldplatzes demonstrieren wollen. Dies habe die Stadtverwaltung jedoch im Hinblick auf den zeitgleich stattfindenden verkaufsoffenen Sonntag und den Krämermarkt abgelehnt, sagt Gerd Hägele. Der Bahnhofsvorplatz als Demonstrationsort sei daher „quasi ein Kompromiss“ gewesen. Denn die Stadt könne und wolle solche Demonstrationen nicht verbieten, erklärt Stadtsprecher Markus Herrmann und betont: „Die Stadt Schwäbisch Gmünd steht für Meinungsfreiheit.“ Hauptsache sei, „dass sich alle an die Regeln halten“. Sprich, dass sie Abstand halten und Maske tragen.

Diese Auflagen seien von den Demonstranten größtenteils eingehalten worden, bestätigt die Polizei auf Nachfrage. Auch sonst habe es keinerlei Verstöße gegeben. Mehrere Beamten sowie ein Antikonfliktteam der Polizei waren am Sonntagnachmittag vor Ort, um die Situation auf dem Bahnhofsvorplatz zu verfolgen. Jan Sigel

Mit Plakaten und Tommeln stehen die Kritiker der Corona-Schutzmaßnahmen am Bahnhofsvorplatz.

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