Corona macht dem Alpenverein zu schaffen

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Symbolfoto

Verwaltungsaufwand war ebenso Thema beim Gmünder DAV wie die Finanzen.

Schwäbisch Gmünd. Nach einer coronabedingten Pause von über zwei Jahren gab es wieder eine Mitgliederversammlung des DAV Schwäbisch Gmünd im Peter-Parler-Saal. Vorsitzender Martin Barth gab einen Überblick über die Gesamtsituation. Die Kletterschmiede musste in beiden Lockdowns schließen, die Rosensteinhütte führte genauso einen Dornröschenschlaf wie das gesamte Vereinsleben. Seit 14. Juni ist die Kletterhalle unter Umsetzung der Coronaregeln geöffnet und mittlerweile sind Kursbetrieb, Bistrobetrieb, Kindergeburtstage sowie Training wieder fast „normal“ möglich.

Dabei ist trotz Corona die Mitgliederanzahl des Vereins weiter gewachsen auf heute über 4100 Mitglieder. Die Mehrarbeit in den ehrenamtlichen Ressorts, sowie Zusatzbelastungen durch Datenschutzgrundverordnung und Verwaltungsaufwände veranlasste die Vereinsführung zur Installation einer Arbeitsgruppe, die sich mit einer strategischen Neuausrichtung der Sektion und des damit verbundenen Personalbedarfs beschäftigt.

Ein weiterer Punkt waren die im Laufe der Jahre stark gestiegenen Abgaben an den DAV Hauptverband, den Versicherungsschutz sowie den WLSB und die dadurch notwendige Erhöhung der Mitgliedsbeiträge.

Aus dem Referat Naturschutz wurde von der Erstellung eines Insektenquartiers an der Kletterhalle berichtet sowie welche Ansatzpunkte zum Thema Klimaneutralität bestehen, etwa ÖV-Nutzung für Bergtouren.

Jugendreferent Jürgen Müller zeigte Fotos von Bergausfahrten der Kinder- und Familiengruppe sowie der Jungmannschaft mit dem Highlight Innominata Grat am Mont-Blanc von Denis Hinderberger und Timo Klein. Einem Rückblick auf den Kidscup von 2019 folgte ein Überblick der Erfolge der Wettkampfkletterer Max Kleesattel, Kim Marschner, Sebastian Halenke, Mika Holdgrewe, Nils Müller sowie Tim-Luka Schwab.

Für das Touren- und Ausbildungsreferat sprach Jonas Hansche. Im Jahr 2019 konnten 44 Touren mit mehr als 380 Teilnehmern durchgeführt werden. Im darauffolgenden Jahr 2020 mussten durch Corona 31 von 44 Touren abgesagt werden. In diesem Jahr gab es eine Gemeinschaftsausfahrt ins Alpsteingebiet sowie einen Hochtourenkurs. Als neue Fachübungsleiter wurden vorgestellt: Denis Hinderberger, Patrick Rauh, Hubert Hiller, Marco Dourado, Peter Stalitza, Christian Daiß, Stojan Bogdanovic, Markus Schweizer sowie Christian Haag.

Schatzmeisterin Karin Wasgien trug nun ihren Finanzbericht vor. Zur Beurteilung der wirtschaftlichen Entwicklung unterteilte sie die Sektion in zwei Wirtschaftsbereiche: die Kletterschmiede und den „Stammverein“. Für beide Bereiche konnte für 2019 ein deutlich positives Ergebnis erzielt werden, was jedoch 2020 ganz anders aussah. Die Sektion erzielte letztes Jahr erhebliche Verluste genauso wie die Kletterschmiede, selbst nach Abzug der staatlichen Corona-Fördermittel.

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