Das FEM baut mit großem Rückenwind 

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So soll es Ende 2023 dastehen: Das geplante Gebäude wird rund 4500 Quadratmeter Nutzfläche haben.
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Spatenstich beim Forschungsinstitut für Edelmetalle (FEM): Das 14-Millionen-Projekt „Innovationslabor K15“ soll bis Ende 2023 fertig gebaut sein.

Schwäbisch Gmünd. 16 Spaten, 15 Männer, eine Frau: Mit dem Spatenstich für das neue „Innovationslabor K15“ des Forschungsinstituts für Edelmetalle (FEM) hat der Bau in der Katharinenstraße offiziell begonnen. „Das Innovationslabor ist etwas, das wir dringend im Ostalbkreis benötigen“, sagt Landrat Dr. Joachim Bläse.

In eineinhalb Jahren soll das neue Institutsgebäude fertig sein, in dem 50 neue Arbeitsplätze entstehen sollen. „Es ist ein sehr ehrgeiziger Zeitplan“, betont Ministerialdirigent Günther Leßnerkraus beim Spatenstich. Das Wirtschaftsministerium des Landes fördert den Neubau mit rund 14 Millionen Euro; finanziert wird das Projekt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Für die EU-Mittel müssen bis zum 31. Dezember 2023 alle Rechnungen eingereicht sein. „Wir sind im Zeitplan“, sagt Institutsleiter Dr. Andreas Zielonka. Bis zum Herbst will er den Rohbau stehen haben, um mit dem Innenausbau beginnen zu können. 

Der Rückenwind aus allen Ebenen der Politik, das zeigt sich noch einmal beim Spaten-Termin, ist groß. Das FEM sein „ein besonderes Juwel“ in Gmünd, sagt Gmünds Bürgermeister Christian Baron: „Wir stehen an der Seite des FEM, wir wollen, dass es vorangeht.“ Die Förderung sei „gut angelegtes Geld“, sagt Günther Leßnerkraus vom Wirtschaftsministerium. 

FEM-Institutsleiter Dr. Andreas Zielonka betont die Bedeutung seines Neubaus und der Forschung, die darin stattfinden soll: „Wir bauen Zukunft - auch für die Stadt, für die Region, für das Land.“ Auf den neu hinzukommenden 4500 Quadratmetern will das Institut die Forschungs- und Entwicklungsarbeit in den „wichtigen Zukunftsfeldern“ Energietechnik, Ressourceneffizienz und digitalisierte Prozesstechnik intensivieren und „den Technologietransfer weiter ausbauen“. Auf letzteres hofft auch Landrat Bläse: „Wir müssen das schnell in die Anwendung bringen.“

Es gibt auch Gegenwind für das Projekt: Bewohner der benachbarten Wohngebäude wollen mit einem Antrag beim Verwaltungsgericht Stuttgart den Neubau in seiner geplanten Form verhindern. Sie beklagen, dass die Dimensionen ihre Rechte als Nachbarn in unzumutbarer Weise berühren.

Andreas Zielonka verweist auf die erteilte Baugenehmigung, bei er davon ausgehe, „dass sie gewissenhaft geprüft worden ist“ Bürgermeister Christian Baron betont, dass der Plan schnell verwirklicht wurde „ohne an einem ordentlichen Verfahren zu sparen“. Mit dem vierstöckigen Gebäude habe man sich „an der Baumasse“ der ebenfalls vier Stockwerke hohen Nachbargebäude orientiert, sagt Architekt Armin Stütz vom Büro ip 21. 

Wir bauen Zukunft, auch für die Stadt.“

Dr. Andreas Zielonka, Institutsleiter, FEM

Der Neue Leiter: Professor Holger Kaßner

Nachfolger: Holger Kaßner ist der künftige Leiter des Forschungsinstituts für Edelmetalle (FEM). Der 43-Jährige ist schon nach Gmünd umgezogen, bis zum Jahresende wird er als Stellvertreter von Dr. Andreas Zielonka das FEM mitführen, dann wird Zielonka in Ruhestand gehen. Professor Holger Kaßner ist gebürtiger Münchner, er kommt von der Technischen Hochschule Aschaffenburg, wo er den Studiengang „Modern Materials“ gegründet hat.

Architekten, Planer, Politiker und Institutsmitarbeiter beim Spatenstich für das "Innovationslabor" K15.

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