Das große Wohnbauprojekt in der Oststadt wird noch größer

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Voraussichtlich in den nächsten Tagen erwirbt der Käufer des TSB-Platzes auch das daneben liegende uwe-Areal. Damit könnte das dortige Wohnungsbauvorhaben „aus einem Guss“ realisiert werden.
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Käufer des TSB-Platzes kann auch das benachbarte uwe-Areal erwerben. Rund 300 Wohnungen vorgesehen.

Schwäbisch Gmünd

Schneller als erwartet gewinnt das Großprojekt „Bebauung des TSB-Platzes“ in der Oststadt noch eine viel größere Dimension als bisher gedacht: Der Besitzer des direkt angrenzenden Areals der Firma uwe, Thomas Faisst, bestätigte der Gmünder Tagespost, dass die beiden großen Flächen in eine Hand kommen: Der Tübinger Investor, der den Sportplatz an der Buchstraße vom TSB übernommen hat, wird auch das uwe-Areal erwerben. Der Kauf soll bereits in den nächsten Tagen abgeschlossen werden.

Urbanes Wohnen

Damit könnte das „urbane Wohnen“, das der eigens dafür verabschiedete Bebauungsplan „Am Universitätspark“ an dieser Stelle vorsieht, auf beiden Grundstücken gleichzeitig verwirklicht werden. Ursprünglich hatte die Stadtverwaltung nur eine planrechtliche Grundlage für die Bebauung des TSB-Grundstücks mit Wohnen und Gewerbe vorgesehen. Thomas Faisst hatte allerdings zugestimmt, dass die städtischen Planer diese Planung auch gleich auf sein Grundstück ausdehnen können, obgleich damals ausdrücklich offen gelassen worden war, ob und wann eine solche Bebauung auch auf dem uwe-Areal umgesetzt wird. Für den TSB Gmünd war dieser Bebauungsplan eine Grundlage, um einen Käufer für seinen Sportplatz zu finden. Dieser erfolgreiche Verkauf wiederum ermöglicht es dem Verein nun, ein Sportzentrum im Laichle zu realisieren.

Allein das TSB-Glände erstreckt sich über rund 18 000 Quadratmeter. Dort sollen über 100 Wohnungen entstehen, dazu Geschäfte und eine Senioreneinrichtung. Insgesamt, also mit dem uwe-Areal, sieht der Bebauungsplan etwa 330 Wohnungen vor. Zur Buchstraße hin sind Gebäude mit einer Höhe von fünf bis sechs Etagen vorgesehen, zur Benzholzstraße weniger.

Der Gmünder Architekt Christof Preiß, der bereits die Bebauung des TSB-Platzes plant, übernimmt auch die Planung für die Gebäude auf dem uwe-Areal. Wie er auf Anfrage sagt, möchte der Investor in der Gmünder Oststadt ein Projekt mit landesweitem Vorbildcharakter erstellen. Dazu gehörten begrünte Wände und Dächer, Photovoltaik und Energiespeicher. Das ganze Gelände soll offen sein. Vorgesehen sei, das Baugesuch für das TSB-Grundstück in Kürze einzureichen, das Gesuch fürs uwe-Areal solle bald folgen. Wenn alles klappt wie geplant, könnten die Bauarbeiten im Frühjahr 2022 beginnen.

Bedarf in Gmünd

Mehr als 300 weitere Wohnungen in Gmünd allein auf dem Gebiet „Am Universitätspark“: Dafür sieht Thomas Faisst durchaus Bedarf. In Stuttgart seien praktisch keine Wohnungen mehr zu finden, in der Region rund um die Landeshauptstadt nur noch wenige. Deshalb, davon ist Faisst überzeugt, kommen immer mehr Wohnungssuchende aus Stuttgart nach Gmünd – zumal die Stadt attraktiv sei und eine sehr gute Bahnanbindung in die Landeshauptstadt biete. Dass die beiden Grundstücke an der Buchstraße nun zusammen bebaut werden können, habe seine Vorteile: „Es wäre eine Lösung aus einem Guß“, da sind sich Thomas Faisst und Christof Preiß einig.

Der Gemeinderat, der dem Bebauungsplan zugestimmt hat, erwartet von der Neubebauung der beiden Grundstücke auch eine nachhaltige Aufwertung für die Oststadt.

Es wäre eine Lösung aus einem Guß.“

Thomas Faisst,, Besitzer uwe-Areal

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