Das Interesse an Landtag und Bundestag ist riesig

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Die Parteien im Ostalbkreis nominieren nach und nach ihre Kandidaten für die Wahlen im Jahr 2021.

Schwäbisch Gmünd. Das Interesse an den Bundestags- und Landtagsmandaten für den Gmünder Raum ist groß. CDU, SPD, Grüne, Linke, FDP und AfD melden nach den Absagen von Norbert Barthle (CDU), Christian Lange (SPD) und Dr. Stefan Scheffold (CDU), dass sie Kandidaten für die Landtagswahl am 14. März 2021 und die Bundestagswahl im Herbst 2021 haben.

Er freue sich, dass sich frühzeitig mehrere Bewerber gemeldet hätten, sagt CDU-Kreischef Roderich Kiesewetter zum Interesse von Tim Bückner und Daniela Dinser am Landtag und von Dr. Jens Meyer und Mustafa Al-Ammar am Bundestag. Dies sei bereits jetzt eine "gute Auswahl". Den Kandidaten für den Landtag nominiert die CDU am 11. Oktober. Bei der Nominierung des Bundestagskandidaten muss sie sich, wie alle Parteien, mit den Partnerverbänden in Backnang abstimmen. Sie soll aber noch in diesem Jahr sein.

Bei der SPD gebe es zwei Kandidaten für den Landtag, sagt SPD-Kreischef André Zwick. Die Nominierung sei nach der Sommerpause in Mögglingen. Bei der Landtagswahl rechnet Zwick mit einem besseren Ergebnis als 2016. Bei der Bundestagswahl 2021 habe viele Sozialdemokraten überrascht, dass Lange nicht mehr kandidiert. Lange habe den Job "supergut" gemacht und hätte sicher auch einen guten Listenplatz bekommen, sagt Zwick. Für Lange gibt es Zwick zufolge noch keinen Ersatz.

Die Grünen schicken aller Voraussicht nach Martina Häusler ins Rennen um einen Sitz im Landtag. Auch für den Bundestag gibt's eine Kandidatin: die in Nürtingen lebende und in Gmünd aufgewachsene Ricarda Lang. Die Tochter des Künstlers Eckhart Dietz ist Mitglied des Bundesvorstands. Die Nominierung für die Landtagswahl war für Juni geplant, ist jedoch der Corona-Pandemie wegen erst im Herbst. Die Nominierung für den Bundestag ist am 10. Juli in Frickenhofen. "Wir haben einen guten Ministerpräsidenten, und Robert Habeck und Annalena Baerbock vermitteln grüne Inhalte gut", sagt der Gmünder Kreisvorsitzende Alex Singer, weshalb er sich bei beiden Wahlen gute Chancen ausrechnet.

Auch die AfD will Kandidaten für Landtags- und Bundestagswahl nominieren, sagt der AfD-Kreisvorsitzende Wolfgang Wacker. Möglichst vor der Sommerpause, wenn die Corona-Beschränkungen gelockert seien, will die AfD die Nominierungsversammlung für den Landtag abhalten, im Herbst für den Bundestag. Für beide Wahlen habe die AfD mehrere Interessenten, sagt Wacker. Die Chancen der AfD schätzt Wacker gut ein, denn zum Jahresende werde es im Land in der Wirtschaft und auf dem Arbeitsmarkt eine ganz andere Situation geben.

Für die Bundestagswahl sei der aus Lorch stammende David Hamm fester Kandidat, sagt der Vorsitzende des FDP-Ortsverbands Gmünd, Michael Lang. Die Nominierung sei am 15. Juli in Backnang. Für die Landtagswahl gebe es zwei Kandidaten, ein Termin für die Nominierung steht noch nicht. Aktuell gebe es in Deutschland "zwei Große", die sich in Sachen Corona gegenseitig zu übertrumpfen versuchten, sagt Lang. Doch bis 2021 könne sich noch viel ändern.

"Für beide Wahlen haben wir mehrere Interessenten", sagt Kreisvorstandsmitglied Alexander Relea-Linder (Die Linke). Die Partei sei dazu im Gespräch. Die Nominierungen sind im Herbst. Bei der Landtagswahl traue er der Linken "erstmals mehr als fünf Prozent" zu, sagt Relea-Linder. "Wenn sich die Linke im Südwesten besser verankern will, braucht sie auch in ländlichen Gebieten wie Gmünd sichere Listenplätze", sagt er zur Bundestagswahl. Darauf hofft Gmünds Linke.

Aalens Abgeordnete kandidieren wieder

Die Abgeordneten, die zurzeit den Wahlkreis Aalen-Heidenheim im Bundestag vertreten, werden zur Bundestagswahl 2021 wieder antreten. Dies bestätigten Roderich Kiesewetter (CDU), Leni Breymaier (SPD) und Margit Stumpp (Grüne). ks

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