Das Jahr 2021 beginnt in Gmünd ohne großen Knall

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Willkommen, 2021! Die Gmünder begrüßten das neue Jahr mit einem Feuerwerk. Aufgrund der Corona-Pandemie fiel das Spektakel am Himmel in diesem Jahr geringer aus. Auch die Polizei und städtische Mitarbeiter hatten dieses Mal deutlich weniger zu tun.
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Das Feuerwerkspektakel am Himmel bleibt größtenteils aus. Nur vereinzelt ist Feuerwerk zu sehen. Stadtverwaltung und Polizei ziehen Bilanz.

Schwäbisch Gmünd

So ganz ohne ging es dann doch nicht. Vereinzelt waren am Silvesterabend am Himmel über Schwäbisch Gmünd explodierende Feuerwerkskörper zu sehen. "Restbestände aus dem Vorjahr", vermutet Stadtsprecher Markus Herrmann. Denn neue Böller und Raketen durften dieses Mal nicht verkauft werden – coronabedingt. Die Folge: Konnte das Silvesterfeuerwerk in den vergangenen Jahren oft vielerorts bis weit nach Mitternacht bestaunt werden, war es in diesem Jahr schnell vorbei – bereits gegen 0.30 Uhr waren in Schwäbisch Gmünd und der näheren Umgebung keine Lichtblitze am Himmel mehr zu sehen.

Die Silvesternacht 2020 sei im Vergleich zu vergangenen Jahreswechseln "extrem ruhig" gewesen, sagt Herrmann. Daraus folgert Gmünds Stadtsprecher, dass sich ein Großteil der Bürgerinnen und Bürger an die Corona-Verordnung gehalten habe. Soll heißen: Sie blieben zuhause und böllerten – wenn überhaupt – nur im eigenen Garten.

Auch die Polizei zieht eine positive Bilanz. "Die allermeisten Bürger hielten sich an die Beschränkungen. Die Straßen und Plätze blieben quasi leer", teilt Polizeisprecher Holger Bienert mit. Nur vereinzelt habe es im Gmünder Raum ein paar "Unvernünftige" gegeben.

Zum Beispiel in einem Garten in der Straße "Klostersteige". Dort hatten neun Personen gemeinsam eine Party in einem "zeltähnlichen Pavillon" gefeiert – erlaubt waren am Silvesterabend allerdings nur Zusammenkünfte mit maximal fünf Personen. Nachdem der Polizei das Fest gemeldet worden war, seien Streifenbeamte ausgerückt, um die Feierlichkeit aufzulösen, sagt Bienert. Sämtliche Partygäste erwartet nun eine Anzeige wegen Verstoßes gegen die Corona-Verordnung – und das könnte für die neun Personen teuer werden. Denn wer an einer unerlaubten Silvesterfeier teilnimmt, muss gemäß der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg mit einem Bußgeld von bis zu 150 Euro rechnen, der Veranstalter solcher Feiern sogar mit bis zu 600 Euro.

Insgesamt zählte die Polizei in der Silvesternacht 18 Verstöße gegen die Corona-Verordnung in Schwäbisch Gmünd – kontrolliert wurden 20 Fahrzeuge und insgesamt 30 Personen. Unterm Strich sei der Jahreswechsel "glimpflich und gut abgelaufen", sagt Bienert. Zumal der Polizei in Gmünd auch keinerlei Brände gemeldet worden seien.

Silvester ist aus unserer Sicht glimpflich und gut abgelaufen.

Holger Bienert, Polizeisprecher

Kaum Reinigungsbedarf

Nicht nur die Polizei, sondern auch die Mitarbeiter des städtischen Baubetriebshofs hatten es in diesem Jahr ruhig. Denn in den Straßen Gmünds habe es wegen des spärlichen Feuerwerks "keinen großen Reinigungsbedarf" gegeben, sagt Stadtsprecher Herrmann. "Da lag fast nichts rum." Um die Silvesterüberreste einzusammeln, seien daher am Neujahrstag "deutlich weniger Mitarbeiter" als in den vergangenen Jahren vonnöten gewesen – "und die waren auch noch schneller fertig", fügt Herrmann hinzu.

Kein Modell für die Zukunft

Kaum Müll, nur eine geringe Umweltbelastung durch Feuerwerkskörper, keine Brände und nur vereinzelt Polizeieinsätze – könnte ein solches Silvester mit Einschränkungen ein Modell für die Zukunft sein? "Nein", betont Herrmann. Auch wenn das Fazit von Stadtverwaltung und Polizei durchweg positiv ausfalle. Denn die Feierlichkeiten rund um den Jahreswechsel seien eine Tradition, "die vielen sehr wichtig ist" – auch in Schwäbisch Gmünd. Und daran wolle die Stadtverwaltung auch nichts ändern. Schon gar nicht mit Verboten oder Ähnlichem. Silvester 2020/21 sei "aufgrund der Corona-Pandemie eine Ausnahme" gewesen, so der Stadtsprecher weiter. Und sollte das Virus irgendwann erfolgreich bekämpft sein, sei es die Entscheidung eines jeden Einzelnen, ob er an Silvester Raketen und Böller zündet oder nicht.

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