Das leuchtende Weihnachtshaus in der Schwerzerallee

+
Weihnachtshaus Schwerzerallee
  • schließen

Jedes Jahr verwandelt Melanie Sachs ihr Haus in der Schwerzerallee in eine strahlende Weihnachtslandschaft. Warum macht sie das und was kostet es sie?

Schwäbisch Gmünd

Weihnachtliche Dekorationen, Lichterketten, leuchtende Sternlein an den Fenstern und Vorgärten sind in dieser Jahreszeit ein gängiges Mittel, Christi Geburt zu feiern und gleichzeitig etwas Licht in die früh einsetzende Dunkelheit zu bringen.

Dient als Verkehrsbremse

Wenn gegen 17 Uhr bei Melanie Sachs in der Gmünder Schwerzerallee die Zeitschaltuhr aktiviert wird, gehen dort buchstäblich sämtliche Lichter an. Beleuchtete Sterne, Schneeflocken und Eiszapfen zieren den Gartenzaun, winkende Schnee- und Weihnachtsmänner flankieren einen bunten Torbogen. Jeder Baum, jeder Strauch ist mit einer Lichterkette versehen. Leuchtende Zuckerstangen leiten die Besucher zur Haustüre und Nikolaus nebst Rentierschlitten sitzt im Vorgarten. Das ganze Areal strahlt, leuchtet, glänzt und blinkt. Das Haus wirkt als echte „Verkehrsbremse“, lacht die Besitzerin, kein Autofahrer kommt ungebremst vorbei, nahezu jedem zaubere das „Weihnachtshaus“ ein Lächeln ins Gesicht. Es gebe einen richtigen „Weihnachtshaus-Tourismus“, meint Melanie Sachs und meint damit viele Stammgäste, die abends mit ihren Kindern vorbeikommen und das hell erleuchtete Grundstück bewundern.

7000 Lichter

Seit sie ihre eigene Wohnung hat, sei sie vom „Leuchtvirus“ befallen, meint Melanie Sachs, mit dem Einzug in die Schwerzerallee konnte sie ihrer Leidenschaft und Freude an weihnachtlicher Beleuchtung nochmehr Raum geben. Rund vier Wochen benötigt die junge Frau zur Dekoration von Haus, Garten und Wohnung.

Jedes Jahr wird die Dekoration um einige Stücke ergänzt, nie sieht der Garten so aus wie im Vorjahr. Dieses Jahr hat sich Melanie Sachs auf „warmweiße Lichter“ festgelegt. Allein 1000 Lichterstränge mit rund 7000 Lichtern zieren die Giebelseiten, Beamer zaubern Lichtreflexe auf die Hauswände. Um des Kabelsalats Herr zu werden, hat sich die Besitzerin auf „Systemketten“ festgelegt, mehrere Lichterketten werden somit durch ein Kabel mit Strom versorgt.

Überhaupt, die Stromkosten? Die seien nicht gravierend höher in der Weihnachtszeit, die LED-Beleuchtung benötige nicht viel Energie. Der größte „Stromposten" seien die Gebläse für die großen Figuren.

Wie reagieren die Besucher? Viele erfreuen sich an dem bunten Haus, es gebe aber auch manche, die die Beleuchtung für übertrieben halten, meint Melanie Sachs. Denen empfehle sie „einfach wegschauen“.

Am Gartentor prangt ein Schild „Betreten verboten“, das sei nötig geworden, weil sich einige Zeitgenossen ungefragt auf dem Grundstück näher umsehen, dabei entstehen, „unbeabsichtigt oder beabsichtigt“, Schäden an der Dekoration in dem die verlegten Kabel abgerissen werden, oder Gegenstände kaputt gehen.

Um dem ein bisschen vorzubeugen, hat Melanie Sachs Kabelkanäle im Rasen verlegt. Die „Weihnachtwut“ von Melanie Sachs zieht sich auch durch das Haus, hier wird die Winterwunderlandschaft“ weiter gepflegt, allein im Haus braucht Melanie Sachs zwei Wochen zum Abräumen.

Bis zum Dreikönigstag leuchtet das Haus der Familie Sachs noch täglich bis halb zehn abends. Dann gehen hier die Lichter wieder für elf Monate aus.

Ob noch mehr Dekoration in den nächsten Jahren zu erwarten ist? Wahrscheinlich nicht, die Lagerkapazitäten des Eigenheims seien erschöpft.

Weihnachtshaus Schwerzerallee
Bis zum Dreikönigstag leuchtet das Haus der Familie Sachs noch täglich bis halb zehn abends.
Viele erfreuen sich an dem bunten Haus, es gebe aber auch manche, die die Beleuchtung für übertrieben halten, meint Melanie Sachs.
Weihnachtshaus Schwerzerallee
Weihnachtshaus Schwerzerallee
Weihnachtshaus Schwerzerallee
Weihnachtshaus Schwerzerallee
Weihnachtshaus Schwerzerallee
Weihnachtshaus Schwerzerallee
Weihnachtshaus Schwerzerallee
Weihnachtshaus Schwerzerallee

Zurück zur Übersicht: Stadt Schwäbisch Gmünd

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare