Das Spiel mit der Umarmung

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Kunst im Fünfknopfturm und ein kleiner Eröffnungs-Festakt (im Bild von links): Christine Zorniger, Gundi Mertens, Richard Arnold, Dr. Max Tillmann und Alexander Koller.

Im Fünfknopfturm Werke von Herzogin Diane von Württemberg. Vorgeschmack auf die Ausstellung 2021. Kleiner Festakt zur Eröffnung.

Schwäbisch Gmünd

Renate Hauf und Rolf Waldenmaier, beide Staufersaga-Ehrenamtliche, lassen sich von der neuen Skulptur "Umarmung" von Herzogin Diane von Württemberg einladen und schlüpfen für ein Foto durch die enge Öffnung. Viele Kameras klicken gleich anschließend, als sich Oberbürgermeister Richard Arnold problemlos durch den schmalen Spalt begibt und erleichtert ist: "Ich hab' das schon 2014 erlebt und passe immer noch rein."

Anlass ist die Eröffnung einer Ausstellung im Fünfknopfturm, eine "Preview" auf die für 2021 geplante Jahresausstellung mit Werken von Diane von Württemberg im Museum im Prediger. Aus gesundheitlichen Gründen musste die Herzogin verzichten, "aber sie wird das zu einem späteren Zeitpunkt nachholen", sagt Richard Arnold. Unter den Gästen sind Mitwirkende des Vereins Staufersaga, interessierte Gmünder und immer wieder Passanten, die die Szene aus dem vorbeifahrenden Elektrozügle erleben.

Im Erdgeschoss des Fünfknopfturms, der längst zum Aushängeschild des Staufersaga-Vereins geworden ist, hat die stellvertretende Vorsitzende Gundi Mertens Exponate platziert, die alle mit Herzogin Diane von Württemberg in Verbindung stehen. Die lebensgroße Bronzeskulptur "Umarmung" steht an der Nordfassade des Turms und soll die Menschen Richtung Ausstellung bewegen. Dort sind drei weitere Kunstwerke zu sehen: Eine Bronzeplastik mit dem Titel "Hände in Algen", "vermutlich die Hände der Künstlerin" meint Museumsleiter Dr. Max Tillmann.

Eine weitere Skulptur zeigt das Sternzeichen "Widder", unter dem die Herzogin und Prinzessin von Frankreich geboren ist. An der Wand das Gemälde "Die Frau und der Drachen", auch da könnte die Künstlerin sich selbst dargestellt haben.

Richard Arnold sieht die kleine Ausstellung nicht nur als Vorschau auf 2021, sondern auch als Hommage an Diane von Württemberg, "die sich so sehr für Schwäbisch Gmünd engagiert und engagiert hat". Er nennt die vielen Stoffe für die Gewänder der Staufersaga, die Ausstattung fürs Rokoko-Zimmer im Rathaus, die Kunstwerke, zur Landesgartenschau 2014 und Remstal-Gartenschau 2019 und das Engagement für den Salvator.

Bleibende Kunstwerke

Ohne den Verein wäre der Fünfknopfturm nicht so gerichtet und so belebt.

Richard Arnold Oberbürgermeister

Dauerhaft könne man Werke der Künstlerin in Schwäbisch Gmünd erleben, die Kugeln im Schmuckgarten unterm Königsturm und den Drachen in der Grabenallee.

Auch Museumsleiter Dr. Max Tillmann schätzt das Engagement der Herzogin für Schwäbisch Gmünd und gibt einen Ausblick auf das, was Kunstfreunde 2021 von Diane von Württemberg im Prediger sehen dürfen. Auch Textilien zählen dazu, von denen in der Vorschau schon Kostproben zu sehen sind. Gundi Mertens erläutert die Werke. Eines der Gewänder war schon beim Kolping-Musical "My Fair Lady" auf der Bühne zu sehen. Ein Bischofsgewand aus der Aufführung "Die Päpstin" in diesem Jahr ist ebenso zu sehen wie ein Fantasiekostüm für ein Musical.

Die Herzogin habe den Verein Staufersaga nicht nur mit Stoffen großzügig beschenkt, sondern auch fertige Gewänder übergeben. Die waren, so weiß Oberbürgermeister Richard Arnold, "Haute Couture" für eine Modenschau in Althausen.

Den Ausstellungsraum im Fünfknopfturm schmücken weitere Dokumente, die an Diane erinnern. Unter anderem Fotos mit Stephan Kirchenbauer-Arnold, ein Familienfoto und Bilder weiterer kunstvoller Gewänder, die der Verein Staufersaga erhalten hat. "Ohne den Verein wäre der Fünfknopfturm nicht so gerichtet und so belebt", sagt Oberbürgermeister Richard Arnold.

Zu sehen sind alle diese Arbeiten von Herzogin Diane von Württemberg im Fünfknopfturm noch bis 3. Oktober 2021, wenn die Ausstellung DxDiane im Prediger endet.

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