Daten aus dem Weltraum sicher im Maisfeld gelandet

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Das HBG-Ballon-Projekt geht weiter.
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Das HBG-Ballon-Projekt geht gut weiter: Die Sonde ist nach Weltraumflug unversehrt gefunden worden.

Schwäbisch Gmünd. Nach dem geglückten Start des Wetterballons am Hans-Baldung-Gymnasium (HBG) ging auch der nächste Teil des Projekts gut aus. „Wir haben die Sonde noch am gleichen Tag gesucht und unversehrt gefunden“, erzählt Lehrerin Christin Landeck. Die Konstruktion, die in etwa so groß wie eine Getränkekiste ist, war in einem Maisfeld gelandet. Alle Reagenzgläser und Messgeräte waren unversehrt.

Was gar nicht so sicher war. Immerhin hatte ein riesiger Kautschuk-Ballon die Sonde mit an den Rand des Weltalls genommen. Ende Juni ging der Start des Ballons auf dem Schulhof des HBGs vonstatten, viel beachtet von allen Schulmitgliedern und den Mitarbeitern der Gmünder Wissenswerkstatt Eule, aber auch vom Gmünder Oberbürgermeister Richard Arnold und dem früheren Astronauten Thomas Reiter.

Nun wird ausgewertet

Mit fünf bis sechs Metern pro Sekunde war der weiße Ballon nach oben gestiegen. Dominik Minet von der Eule hatte zuvor erklärt, dass der Ballon etwa drei Stunden lang fliegen wird und sich dabei auf bis zu zwölf Metern Durchmesser ausdehnen kann. „Dann platzt er.“ Und die Sonde fällt wieder Richtung Erde, sanft gebremst von einem Fallschirm. Mit an Bord befanden sich Geräte zur Temperatur-, Luftfeuchtigkeit- und CO2-Messung, aber auch verschiedene Flüssigkeiten. „Wir wollen messen und auswerten, wie sich die Stratosphäre auf sie auswirkt“, sagt Lehrerin Landeck. Also die Schicht der Erdatmosphäre, in die der Ballon mit seiner maximal geflogenen Höhe von 38 000 Meter vorgedrungen ist. „Die Stratosphäre – ein lebensfeindlicher Ort?“ lautete die Forschungsfrage, die sich die Schülerinnen und Schüler selbst überlegt haben.

Auflösung am 22. Juli

Wo genau das Maisfeld liegt, in dem die Sonde landete, verrät Christin Landeck nicht. Denn diesen Ort zu schätzen, war Aufgabe der Spendenaktion, mit der beim Ballon-Start Geld für die Ukrainehilfe gesammelt wurde. „Die Auflösung findet beim Schulfest statt.“ Und zwar am 22. Juli, wenn die beteiligten Schüler auch vorstellen, was sie anhand der Sonde auswerten konnten. 

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