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Demokratie? Nein: Egoismus!

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Michael Länge
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Michael Länge über das Gasthaus auf dem Zeiselberg und kein Ende.

Das ist dreist. Nein, nicht dass Stanislaus Müller-Härlin und Frank Eißmann infrage stellen, dass das Verwaltungsgericht Stuttgart ihnen die Berufung verwehrt hat. Das ist der Rechtsweg. Und damit ihr gutes Recht. Auch wenn der Streit um das Gasthaus auf dem Zeiselberg mittlerweile sechs Jahre geht.

Dreist ist vielmehr, dass die beiden Zeiselberg-Anwohner den Stadträten eine Klatsche verpassen. Sie als „vermutlich unzureichend informiert“ zu bezeichnen, beinhaltet, dass Stadträte nach Meinung von Eißmann und Müller-Härlin nicht in der Lage sind, Informationen von der Verwaltung zu erfragen.

Vielleicht aber ist es doch eher so: Der Gemeinderat hat das Gasthaus zweimal befürwortet. Im Mai 2018. Und im Januar 2019. Das Regierungspräsidium hat 2020 einen Widerspruch gegen die Baugenehmigung abgelehnt. Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat den Widerspruch der Anwohner gegen die Baugenehmigung abgelehnt. All dies lässt diesen Schluss zu: Es geht den beiden Anwohnern nicht zuvorderst um das Ausloten der Demokratie. Sondern um Egoismus.

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