Demonstranten beklagen Gesprächsverweigerung

  • Weitere
    schließen
+
Rund 100 Teilnehmer demonstrierten am Samstag auf dem Johannisplatz gegen die Corona-Verordnungen.
  • schließen

"Ein Lächeln für die Freiheit" gegen die Corona-Verordnungen am Samstag auf dem Johannisplatz.

Schwäbisch Gmünd. "Wir sind hier, um für Frieden und Freiheit zu demonstrieren und lehnen jede Art von Extremismus ab!" Das betonten die Veranstalter um Sigrun Böhnlein bei der Demonstration "Ein Lächeln für die Freiheit" gegen die Corona-Verordnungen am Samstagmittag auf dem Johannisplatz. Die Akteure aus Gmünd und Aalen hatten eingeladen, rund 100 Teilnehmer waren gekommen. Neben der Kritik am Umgang einiger Schulen mit Masken, der Skepsis gegenüber den PCR-Tests und Impfungen lag der Schwerpunkt auf einer von den Demonstranten festgestellten "Gesprächsverweigerung" und einer Abstempelung kritischer Menschen als Verschwörungstheoretiker.

Marcel Thiess war aus Aalen gekommen. Der selbstständige Landwirt hatte am 2. Mai die erste Demonstration gegen die Corona-Auflagen in seiner Heimatstadt organisiert. Später hatte er sich aus der ersten Reihe zurückgezogen. Da die "Lage jetzt immer ernster" werde, woll er wieder einen Beitrag leisten. "Damit die Leute aufwachen." Dazu will Thiess in allen Gemeinden des Ostalbkreises einen "Rundgang der offenen Fragen" organisieren. Dabei sollen weder Fahnen geschwenkt noch Parolen geschrien werden, betonte Thiess. "Wir wollen ruhig und friedlich Fragen stellen und diese von den Verantwortlichen beantwortet bekommen." Auftakt soll am Samstag, 3. Oktober, um 15 Uhr am Rathausplatz in Aalen sein.

Der Kommunikationstrainer Dr. Daniel Langhans konstatierte in der Gesellschaft einen Mangel an Gesprächsbereitschaft. Wenn Menschen eine andere Ansicht hätten, sei es doch eigentlich normal, aufeinander zuzugehen und das zu klären. Er sehe aber bei den Menschen, die meinten, die Wahrheit zu kennen, eine "Gesprächsverweigerung". Langhans sprach davon, dass das Weltwirtschaftsforum die Menschen mit der Impfung auch "digital kennzeichnen" wolle. "Diese Leute nennen ich die Covidioten.", so Langhans. Von dem Narrativ, das Corona-Virus als "Killer-Virus" zu bezeichnen, breche ein Mosaikstein nach dem anderen ab. Zunächst habe es geheißen, man müsse verhindern, dass die Kliniken überlasten werden. "Es ist aber so gut wie nichts passiert", so Langhans. Außer, dass in Kliniken Kurzarbeit eingeführt worden sei.

Dr. Jens Edrich, Mediziner aus Heidenheim, sagte, im Deutschen Ärzteblatt sei schon vor etwa drei Monaten berichtet worden, dass bei den PCR-Tests 70 Prozent der Ergebnisse falsch positiv seien. "Auf Grund dieser Werte schicken wir unsere Kinder in Quarantäne?" Für Tina Romdani, die die Plattform Klagepaten.eu, betreibt, sind die zentralen Begriffe "Eigenermächtigung" und "Augenhöhe". Auf der Website könnten sich alle Bürger Informieren und dann mit diesem Wissen das Gespräch suchen. Etwa mit den Schulen, den Schulträgern oder dem Kultusministerium.

Denn obwohl das Ministerium klar gesagt habe, dass es an Grundschulen keine Maskenpflicht gebe, seien Schüler an Schulen in Gmünd und Bopfingen gehalten, welche zu tragen. Hier werde "Angst geschürt und das Tragen von Masken verharmlost", meinte Romdani. Sie fragte: "Ist es nicht an der Zeit, unsere Kinder in einen angstfreien Schulalltag zu entlassen? Ist es nicht an der Zeit, der Paralleljustiz der Schulträger in Sachen Maskentragen ein Ende zu bereiten?" Es sei Zeit, dass der Öffentlichkeit klar werde: Diese Fragen und Sorgen seien da und zwar "in der Breite der Bevölkerung", so Romdani.

Zurück zur Übersicht: Stadt Schwäbisch Gmünd

WEITERE ARTIKEL