Den Parkplatz übers Handy bezahlen

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Gmünd möchte ab 1. November ein neues System für Kurzparker einführen. Automaten bleiben.

Schwäbisch Gmünd. Kurz mal parken - aber kein Kleingeld für die Parkgebühren dabei? Dieses Problem könnte in Gmünd bald der Vergangenheit angehören. Die Stadtverwaltung informierte den Gemeinderat am Mittwoch über den Plan, ab November ein Bezahlsystem für Parkgebühren über das Handy einzuführen. Dieses System soll zusätzlich eingeführt werden, die Barzahlung am Parkscheinautomaten wird weiterhin möglich bleiben. Die Zahl dieser Automaten solle auch nicht reduziert werden.

Um das Handyparken zu nutzen, muss der Autofahrer eine kostenlose App herunterladen. In ihr kann er angeben, in welchem Bereich er wie lange parken möchte. Die Parkdauer kann, auch von unterwegs, bei Bedarf verlängert werden. Der Parkende kann den fälligen Betrag mit Guthaben auf seinem Mobiltelefon begleichen oder er bekommt am Monatsende eine Rechnung vom App-Anbieter. Der wiederum überweist die Gebühren an die Stadtkasse.

„Nur Vorteile“

Gmünd möchte das System von Smartparking nutzen - einem Verein, in dem derzeit acht Anbieter von Park-Apps zusammengeschlossen sind. Andere Anbieter sollen jedoch ebenso die Möglichkeit haben, die Gmünder Parkplätze in ihren Apps zu vermitteln. Wer bereits fürs Parken in anderen Städten eine App aufs Handy geladen hat, könne diese dann auch in Gmünd nutzen. Die Stadt habe nur Vorteile von diesem System, meinte Erster Bürgermeister Christian Baron. Und „es wäre eine Erleichterung für die Verkehrsteilnehmer“. Auf Nachfrage von Stadtrat Thomas Kaiser (CDU) sagte er, dass in dieses Angebot auf Wunsch ohne Probleme auch weitere Parkflächen einbezogen werden könnten - nicht nur Kurzzeitparkplätze, sondern zum Beispiel auch die Parkflächen beim Himmelsgarten oder auf dem Schießtalplatz. Eine solche Erweiterung sei im Vertrag mit Smartparking auch bereits vorgesehen. Der Anbieter sei ebenfalls in der Pflicht, wenn ein Autofahrer später die Rechnung nicht bezahle.

In Städten wie Aalen oder Schorndorf gibt es dieses Angebot bereits. Wolfgang Fischer

Kleiner Hinweis für Falschparker: Die städtischen Kontrolleure können vor Ort prüfen, ob für ein Auto ein Parkplatz gebucht wurde oder nicht. Für solche Kontrollen im Stadtkern hat die Stadt nun eine zusätzliche Person eingestellt.

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