Den Rechberg nach Terence Hill benennen?

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Fußfoto Rechberg
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Online-Petition fordert Namensänderung zu Ehren der Schauspielers. Die Stadtverwaltung lehnt ab.

Schwäbisch Gmünd. Wer dafür ist, dass der Rechberg umbenannt wird in Terence-Hill-Berg, der kann dafür nun im Internet eine Petition unterschreiben. Ein Unbekannter, der sich hinter dem Künstlernamen „Swaggish Gmuend“ verbirgt, hat die Willensbekundung nun im weltweiten Netz gestartet. Es sei, so schreibt er oder sie, eine „Rache-Aktion“, weil die Stadt bei der Namenssuche für den Gmünder Tunnel 2013 nicht den - damals ebenfalls im Internet viel empfohlenen - Namenspaten Bud Spencer gewählt hat, sondern ganz schnöde das Wappentier Einhorn. Deshalb fordert der Unbekannte nun mit seiner Stimm-Aktion die Stadtverwaltung auf, den Rechberg nach Spencers Filmpartner Hill zu benennen.

Doch die Gmünder Stadtverwaltung widersetzt sich dieser Aufforderung. Gmünds Rathaussprecher Markus Herrmann findet die Online-Petition ganz spaßig, stellt jedoch klar: „Wir werden den Rechberg nicht umbenennen.“ Es sei ein historisch fundierter Name, zudem gehöre der Berg mit seinem Namen ins Ensemble der Drei-Kaiser-Berge. Außerdem habe Terence Hill keinerlei Bezug zu Gmünd - im Gegensatz zu Bud Spencer, der im hiesigen, inzwischen nach ihm benannten, Freibad bekanntlich einen Schwimm-Länderkampf absolvierte. Es hätte auch anders kommen können: Bud Spencer hatte angekündigt, bei einem weiteren Besuch in Gmünd seinen langjährigen Filmpartner Hill mitzubringen. Doch dazu kam es wegen Spencers plötzlichem Tod nicht mehr - was Markus Herrmann, in seiner Jugend großer Bewunderer der Filme mit dem schlagkräftigen Duo, sehr bedauert.

Kommt er doch?

Bis Dienstagnachmittag verzeichnete die Online-Petition für die Umbenennung des Rechbergs 124 Unterzeichner, ging also noch nicht viral. Vielleicht tröstet es Swaggish Gmuend, dass er sein Schicksal womöglich mit Peter Englert teilt. Der hatte ebenfalls per Online-Petition den Wormser Oberbürgermeister Michael Kissel aufgefordert, die dortige Karl-Kübel-Brücke in Terence-Hill-Brücke umzubenennen. Das klappte nicht - trotz 679 Unterschriften. Trotzdem kam Terence Hill 2018 nach Worms, um sich die fast nach ihm benannte Brücke anzuschauen. Besucht er auch den Rechberg? Gmünds Rathaussprecher Markus Herrmann würde sich sicher freuen. ⋌Wolfgang Fischer

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