Der Fünfknopfturm öffnet zur Sommersaison

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Wieder offen: der Fünfknopfturm in Gmünd.

Der rund 600 Jahre alte Stadtturm ist nun wieder jeden Samstag und Sonntag geöffnet.

Schwäbisch Gmünd. Nach der langen Winter- und Corona-Pause möchte der Staufersaga-Verein an diesem Samstag, 12. Juni, wieder das Tor zum Fünfknopfturm öffnen. Dort hat man aus der Türmerwohnung in der sechsten Etage einen schönen Ausblick auf die Altstadt und das Gmünder Umland und kann sich zudem ein Bild vom majestätischen Dach des Münsters machen.

Der Fünfknopfturm ist von nun an bis Ende September immer samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Einlass-Dienst und die Aufsicht werden von Ehrenamtlichen übernommen. Es gelten die jeweiligen aktuellen Corona-Bestimmungen für museale Einrichtungen, wobei im Turm immer eine Gesichtsmaske zu tragen ist.

Der Fünfknopfturm, auch Knöpflesturm genannt, wurde ungefähr um 1420 erbaut. Als einer der sechs noch vorhandenen Stadttürme - von ehemals 24 Türmen - ist er Zeuge der früheren Stadtbefestigung. Bis heute präsentiert sich der Turm als markanter, eleganter Orientierungspunkt in der westlichen Altstadt. Er ist 27 Meter hoch und weist als einziger aller Türme eine fünfeckige Grundrissform auf.

Die Türmerwohnung war bis Juli 2003 privat vermietet, im Jahr 2004 war der Turm von einer Gruppe Studenten bewohnt.

Für Besucher gibt es spannendes in alle Ebenen des Fünfknopfturms zu erkunden. Die zweite Ebene zeigt Dokumentationen zum Thema „Barbarossa“. Kaiserlich mutet sein Konterfei an, ergänzt durch Schrift- und Bildtafeln.

Einem glücklichen Zufall ist die Ausstellung in der dritten Ebene des Turms zu verdanken. Mit drei außergewöhnlichen Bildern, durch die Leihgabe von Monika und Gerhard Walter Schwarz möglich gemacht, zieht gewissermaßen Stauferglanz in den Fünfknopfturm ein. Die farblich aufsehenerregenden Exponate in überdurchschnittlicher Dimension wurden von Hans Kloss um 2009 geschaffen und zeigen: Friedrich von Staufen, Herzog von Schwaben, Kaiser Friedrich Barbarossa und Kaiser Friedrich II. Im herrschaftlichen Kaiser- und Königsornat repräsentieren diese Leitfiguren der Staufer-Dynastie ihre Macht, jeweils mit gut erkennbaren Miniatur-Bauwerken in der Hand haltend oder im Hintergrund.

Die vierte Ebene ist dem Vereinsgründer, Ideengeber, Autor und Regisseur des Freilichttheaterstücks „die Staufersaga“, Stephan Kirchenbauer-Arnold, gewidmet. Eine Bildergalerie zeigt Momente aus seinem viel zu kurzen Leben.

In der fünften Etage präsentiert sich der Staufersaga Verein. Interessierte finden Angaben und Bildmaterial zu seiner Gründung und Hinweise auf die vielen staufischen Projekte, die im Laufe der Jahre realisiert wurden. Unter anderem die Reproduktion des Krönungsmantels, Teil der Reichinsignien, der von einem Gewandmeisterei-Team über Jahre erstellt wurde.

In der Eingangsebene des Turms steht aktuell eine Ankündigung zur Ausstellung der Königlichen Hoheit Diane von Württemberg im Museum im Prediger.

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