Wetter in Gmünd: Der nasseste Juni seit 1975

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Graue Wolken und viel Regen: Im Juni 2021 fiel fast doppelt so viel Regen in Gmünd wie im langjährigen Durchschnitt.

Das Gmünder Wetter im Juni 2021 ist nicht nur zu regenreich, auch zu warm.

Schwäbisch Gmünd. Das Wetter im ersten Sommermonat in Schwäbisch Gmünd war deutlich zu nass, wie nicht nur Wetterbeobachter Martin Klamt registriert hat. Aber er kann mit Zahlen zeigen, was den viertwärmsten und viertnassesten Juni seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881 ausmacht. Regen fiel doppelt so viel wie normal.

Während Mitte Juni die Tiefs einen Bogen um Mitteleuropa machten, lag der Gmünder Raum in der ersten und letzten Juni-Dekade zeitweilig unter dem Einfluss hohen Luftdrucks, der jedoch regelmäßig heranziehenden Tiefdruckgebieten Platz machen musste. Dies führte immer wieder zu heftigen Gewittern, kräftigen Niederschlägen, Hagel und schweren Sturmböen.

Mit einen Mittel von 20,1 Grad Celsius wurde der Juni im Vergleich zur langjährigen Norm von 1961 bis 1990 um 4,2 Grad zu warm und damit fast drei Grad wärmer als 2020. Im Vergleich zur aktuellen und wärmeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 betrug die Abweichung noch plus 2,2 Grad. Noch wärmer waren nur die Junimonate 2003, 2017 und 2019.

Die Zahl der so genannten Frühlingstage mit einem Höchstwert von 20 Grad Celsius lag mit 27 Tagen um sieben Tage über der Norm, und auch die Zahl der Sommertage und heißen Tage mit 25 beziehungsweise 30 Grad Höchstwert lag mit 20 beziehungsweise fünf Tagen über dem langjährigen Mittel.

Unter dem Wert von 2016

Mit 193,4 Millimetern wurde der Juni der nasseste seit 1975, es fielen 198 Prozent der Norm. An (normalen) 15 Tagen fiel Niederschlag, doch allein an neun Tagen gab es Starkniederschlag mit mindestens 10 Millimetern. Das war schon lange nicht mehr der Fall gewesen. Der meiste Regen fiel am 23. Juni mit 59 Millimetern, es kam aber nicht ganz an den Unglückstag am 29. Mai 2016 heran, als 78 Millimeter gemessen wurden.

Die Sonne schien im Juni nur 259 Stunden lang, das waren 117 Prozent der Norm, wobei am 14. Juni mit 15,0 Stunden die längste Sonnenscheindauer registriert wurde.

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