Der OB will retten, was zu retten ist

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Richard Arnold

Neujahrsempfang am 9. Januar 2022 ist abgesagt – das geplante Programm soll 2023 nachgeholt werden.

Schwäbisch Gmünd. Nicht nur für Ramona Kunz ist es ein Deja-vu-Moment: Zum zweiten Mal fällt der Gmünder Neujahrsempfang der Corona-Pandemie zum Opfer, die für 9. Januar 2022 geplante Veranstaltung ist abgesagt. „Das tut weh“, sagt die Vorsitzende des Stadtverbands Musik und Gesang.

Oberbürgermeister Richard Arnold, Ramona Kunz und ihre Mitstreiter hatten ein besonders ambitioniertes Programm geplant, unter anderem mit einem Ballett aus der ungarischen Partnerstadt Szekesfehervar. Der Neujahrsempfang sollte unter anderem der Auftakt zum Jubiläumsjahr der Städtepartnerschaften sein und zum Jahr der Europäischen Staufertage im Juli. Und er sollte den Gmünder Chören eine Plattform bieten, ihre „Wiederbelebung“ fördern, so der OB.

„Die Chöre haben im Kulturbereich am meisten unter der Pandemie gelitten, die haben sich nicht mehr getroffen, sie hatten gar kein Ziel“, sagt Ramona Kunz. Bis viele im Sommer auf den Neujahrsempfang zu proben begannen. „Es wäre ein schöner großer Projektchor entstanden“, sagt Arnold. Am Ende sei es nicht mehr machbar gewesen: „Erst hieß es 2G, dann sollte man auch noch mit Maske singen, das ist ein Killer.“ Und 2G plus sei auch „ein Killer“.

Und jetzt? Der Gmünder Oberbürgermeister will retten, was zu retten ist: Der Neujahrsempfang wird zwar abgesagt, aber das geplante Programm wird komplett weitergeschoben - auf den dann kommenden Empfang am 8. Januar 2023. „Aus dem Auftakt des Jahres wird der Schlusspunkt“, so Arnold.

Beim Wort „Retten“ denkt man zunächst an Menschenleben. Dass durch Impfen, Testen und andere Corona-Maßnahmen möglichst viele Menschen gerettet werden sollen, versteht sich für den OB: „Impfen, Impfen, Impfen“, sagt Arnold, die Devise zeigt sich in den vielen Gmünder Impfterminen bis Weihnachten.

Aber wie schon Anfang des Jahres will Arnold auch das Kulturleben retten. „Denn die Kultur wird wieder einmal Opfer der Corona-Politik“, sagt Arnold. „Es gilt für viele Veranstaltungen, dass man die rüberretten muss.“

Denn mit den Vereinen und anderen Kulturschaffenden verhalte es sich ähnlich wie mit den Standbetreibern auf dem Weihnachtsmarkt: „Wenn die einmal weg sind, dann sind sie weg - und sie kommen auch nicht wieder.“

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