Der sonnigste März seit dem Jahr 1953

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Der Rechberg

Der März im Raum Gmünd war zu trocken. Wetterbeobachter Martin Klamt hat weitere Daten für den Monat analysiert.

Schwäbisch Gmünd. Eine außergewöhnlich lange Schönwetterperiode prägte den ersten Frühlingsmonat 2022. Hoher Luftdruck mit verbreitet neuen Rekordwerten über dem nördlichen Mitteleuropa regenerierte sich immer wieder. Er habe der West-Ost-Zugbahn der Tiefdruckgebiete kaum eine Chance gelassen, erklärt der Gmünder Wetterbeobachter Martin Klamt, „so dass uns deren Ausläufer nur kurzzeitig erreichten“. Dies hatten zu einer ungewöhnlich langen trockenen und sehr sonnigen Witterungsphase geführt. „Unterm Strich ergab dies einen milden, sehr niederschlagsarmen und außergewöhnlich sonnigen ersten Frühlingsmonat.“

Die Schwäbisch Gmünder Lufttemperatur lag im März mit 5,9 Grad um 1,6 Grad über der Referenzperiode 1961-1990 und um 0,4 Grad über der aktuellen Periode 1991-2020. Die Tagesmittelwerte schwankten zwischen 0,1 Grad am 6. März (drei Grad zu kalt) und 10,6 Grad am 29. März (vier Grad zu warm).

Frostreichster Monat 2022

Während Martin Klamt 2021 am 31. März einen Sommertag (25 Grad und mehr) registrieren konnte, lag die Höchsttemperatur 2022 bei gerade einmal 21,9 Grad am 28. März. Es gab zwei Frühlingstage mit mehr als 20 Grad (ein Tag zu viel). Am kältesten war es am 6. März mit -5,8 Grad. Insgesamt gab es 19 Frosttage, fünf mehr als normal, so wurde der März der bisher frostreichste Monat des Jahres.

Kaum Niederschlagstage

„Wenn nicht der Niederschlag am Monatsende dazu gekommen wäre, hätte es den trockensten März seit 1953 gegeben, als nur zwei Millimeter gemessen wurden“, sagt Klamt. So aber sei der März 2022 mit 17,6 Millimetern (24 Prozent der Norm) nur der fünfttrockenste Nachkriegsmärz. Statt 14 gab es lediglich sechs Niederschlagstage, wobei am 31. März mit 5,9 Millimetern die größte Tageshöhe gemessen wurde.

Die Sonne erreichte mit 240 Stunden 199 Prozent der Norm, damit war es der sonnigste März seit Beobachtungsbeginn 1978. Am 27. März konnte Martin Klamt mit 11,8 Stunden die längste Tagesscheindauer messen.

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