Der Tanz in den Mai brachte das große Glück

+
Margarete und Josef Ziller freuen sich heute auf viele Gäste aus dem „Ziller-Clan“: Mit ihnen feiern drei Kinder mit Ehepartner plus zehn Enkel die Goldene Hochzeit.
  • schließen

Seit mehr als 50 Jahren verbindet Margareta und Josef Ziller die Liebe zum Lehren, heute feiert das Paar Goldene Hochzeit.

Schwäbisch Gmünd

Klassische Musik erklingt an der Straße Oberer Garten bei Margareta und Josef Ziller. Musik ist nicht das Einzige, das das Paar seit über einem halben Jahrhundert miteinander verbindet, heute feiert das Lehrerehepaar goldene Hochzeit.

Josef Ziller ist in Gmünd geboren worden und bis zu seinem 14 Lebensjahr in Weißenstein aufgewachsen. Margareta stammt aus Ulm. Um eine höhere Schulbildung zu erreichen, konnten Kinder aus ländlicheren Region das Angebot des Gmünder Aufbaugymnasiums nutzen, das als Internat geführt wurde. Der junge Josef nutzte dieses Angebot, auch Margareta konnte so den früh in ihr gereiften Wunsch Grundschullehrerin zu werden, verwirklichen.

Gerade 13 Jahre sei sie alt gewesen, als sie als „Krankheitsvertretung“ für eine Grundschullehrerin eine Klasse mit Schulanfängern betreuen sollte. Der Gedanke an eine kaufmännische Ausbildung war von diesem Zeitpunkt an vom Tisch. Eines der Angebote des Aufbaugymnasiums war der „Tanz in den Mai“, der von den zwei begeisterten Tänzern Margareta und Josef besucht wurde.

1972 ging's zum Standesamt

Bei den Jugendlichen, Margareta war 16, Josef 18 Jahre alt, „hat es sofort gefunkt“, erzählt Margareta rückblickend und Josef freut sich „sie hat mich behalten“. Während sich Margareta auf ihr Abitur vorbereitete, ging Josef nach Tübingen, um Chemie und Biologie zu studieren. Margareta verfolgte ihren Wunsch auf ein Lehramtsstudium in Reutlingen, noch während des Studiums wurde geheiratet. „Sonst hätten wir keine gemeinsame Wohnung bekommen“, sagt das Paar. Zwei Monate vor Margaretas 21. Geburtstag ging es am 29. April 1972 schließlich zum Standesamt Ulm, ein großes Fest mit kirchlicher Hochzeit folgte vier Wochen später.

Eine kinderlose Tante habe sich während ihres Internatsaufenthalts in Schwäbisch Gmünd liebevoll um sie gekümmert, begründet Margareta den Gedanke nach Gmünd zurückzukehren, Josef gefiel die bunte Mischung der Schülerschaft am Gmünder Parler-Gymnasium, an dem er von 1976 bis 2012 Biologie und Chemie unterrichtete. Für die Kinder Volker, Melanie und Anette nahm Margareta einige Jahre Elternzeit, um dann an der Stauferschule ihren Traumberuf der Grundschullehrerin weiter auszuüben.

Besonders die ganz Kleinen haben es Margareta angetan, an ihre Arbeit mit den Erstklässlern denkt sie lächelnd und glücklich zurück. Nachdem an der Stauferschule Lehrstellen abgebaut wurden, ging Margareta an die Grund- und Hauptschule Waldstetten. 1984 zog das Paar in das Eigenheim im Oberen Garten. Dort gibt es kaum einen Quadratmeter, an dem das Paar nicht selbst Hand angelegt hat. Es zahlte sich aus, dass Josef als Schüler auf dem Bau gearbeitet hat.

Schöne Erinnerungen verbindet das Paar an die vielzähligen Camping-Urlaube am Atlantik mit der Familie, für die Kinder sei dies ein großes Abenteuer gewesen, bei dem sie spielerisch Sprachen lernen konnten.

Margareta freut sich jetzt als Pensionärin, Zeit für ihren großen Garten zu haben „meine gepflegte Wildnis“ sagt sie. Für ihren heutigen Hochzeitstag erwartet das Paar den „Ziller-Clan“ mit 16 Personen, die drei Kinder mit Ehepartnern und zehn Enkel bringen nicht nur Leben ins Haus, alle finden hier einen Schlafplatz „das hat dann etwas von Campingatmosphäre“ meinen die Zillers. Rückblickend auf die 50 gemeinsamen Ehejahre ist das Paar stolz und glücklich über das gute und enge Verhältnis, das die ganze Familie miteinander verbindet.

Sie hat mich behalten.“

Josef Ziller, Jubilar

Zurück zur Übersicht: Stadt Schwäbisch Gmünd

Mehr zum Thema

Kommentare