Die Abkürzung hat ausgedient

  • Weitere
    schließen
+
Die direkte Verbindung für Fußgänger und Radfahrer zwischen der Herlikofer Straße und der Aalener Straße soll im August gekappt werden. Im Bild von links: Sabine Kleiß, Matthias Schürle (Tiefbauamt), Thomas Hägele (Ordnungsamt) und Markus Herrmann.
  • schließen

Fußgängerunterführung zwischen Herlikofer Straße und Aalener Straße stammt aus dem Jahr 1917. Zugverkehr drei Wochen gesperrt.

Schwäbisch Gmünd

Die Stadt verliert ihre wohl kleinste Bahnunterführung: Die direkte Verbindung für Fußgänger und Radfahrer zwischen der Herlikofer Straße und der Aalener Straße soll im August gekappt werden. Damit verbunden sind größere Bauarbeiten für die neue Route durch die Unterführung auf Höhe Aldi mit dem Anschluss an Fußgängerampeln und die Überführung über B29 und Rems.

Bahn-Projektleiterin Sabine Kleiß präsentiert die neue Lösung. Die kleine Unterführung stammt aus dem Jahr 1917 und haben nach mehr als 100 Jahren das Ende der technischen Standzeit erreicht. Mit der Stadt Schwäbisch Gmünd wurde vereinbart, den Fuß- und Radweg ganz neu anzulegen und auf den Bau einer neuen Unterführung zu verzichten. „Das macht Sinn, weil wir damit direkt an die vorhandenen Fußgängerwege an der B29 andocken können“, sagt Stadt-Pressesprecher Markus Herrmann. Die alte Fußgängerunterführung ende direkt an der B29 – ohne Anschluss an weitere Rad- oder Fußwege. Was auf den ersten Blick nach kleinem Eingriff aussieht, ist in Wirklichkeit eine größere Baumaßnahme. Die Bahn bringt dafür rund 2,5 Millionen Euro auf. Auch wenn die Unterführung die 100 überschritten hat, gilt sie noch als standsicher. Bahnlinie oder Fußgängerverkehr seien nicht gefährdet, sagt die Projektleiterin. Aber alle Bahn-Bauwerke werden regelmäßig kontrolliert, auf ihre weitere Nutzung geprüft.

Mehr Platz für Gehweg

Die alte Unterführung wird nicht einfach gesperrt und aufgefüllt, sondern komplett abgebrochen. Das erfordert die Sperrung der Bahnlinie zwischen Schwäbisch Gmünd und Böbingen vom 18. September bis zum 8. Oktober. In diesen drei Wochen wird neu fundamentiert, außerdem entsteht auf eine Länge von 65 Metern eine Stützmauer zur Herlikofer Straße hin. Die ist nötig, um der Böschung den nötigen Platz für den neuen Fuß- und Radweg abzugewinnen, der mindestens 2,5 Meter breit sein wird. In dem Zusammenhang wird auch die Bushaltestelle erneuert, samt neuem Wartehäuschen. Aufwendig sind die Arbeiten im Bereich der Straßenunterführung. Um die nötige Breite zu erzielen, muss der bestehende Fußweg um bis zu einen Meter angehoben werden. Damit liegt man über dem Niveau der Autostraße, gewinnt für Radfahrer und Fußgänger zusätzlichen Verkehrsraum.

Die Bauarbeiten beginnen schon am 16. August. In den Folgetagen wird dann die Unterführung gesperrt. Für den Verkehr von und nach Herlikofen und ins Schießtal stehen zwischen Abzweigung auf Höhe Aldi und Einmündung der Graf-von-Soden-Straße nur noch zwei Spuren zur Verfügung. Die Ampel an der Ecke Graf-von-Soden-Straße wird abgeschaltet, für Fußgänger gibt es eine Baustellenampel.

Die neue Fuß- und Radwegtrasse soll bis Weihnachten fertig sein. Für Markus Herrmann „ein schönes Weihnachtsgeschenk für die Stadt“. Sie habe bei den Planungen Wünsche äußern können, müsse sich aber an den Kosten nicht beteiligen.

Die Bahn weist auf die Engpässe während der Bauzeit hin. Anwohner sollten so lange den ausgebauten Fuß- und Radweg auf der gegenüberliegenden Seite nutzen. Wie sich die dreiwöchige Sperrung der Bahnstrecke auf den Fahrplan auswirken wird, darüber will das Unternehmen rechtzeitig informieren. Echzeit-Informationen gibt es dann unter bahn.de/Reiseauskunft und in der DB Navigator-App.

Ein schönes Weihnachtsgeschenk für die Stadt.“

Markus Herrmann,, Pressesprecher

Baustelle nach Herlikofen gut in der Zeit

Eine Baustelle kommt, eine andere Baustelle geht. Die Straßensanierung zwischen Schwäbisch Gmünd und Herlikofen könnte sogar früher fertig werden als geplant. „Wir sind dem Zeitplan etwas voraus“, sagt Thomas Hägele vom Ordnungsamt der Stadt.
Geplant war eine Fertigstellung bis Ende Oktober. Es könnten nun einige Wochen weniger werden. Offiziell ist die Straße gesperrt. Anlieger des Wohngebiets Herlikofer Berg können aber von Gmünd bis zur Schwarzwaldstraße fahren. Die Ausfahrt Richtung Herlikofen ist nach Worten Thomas Hägeles aber definitiv zu.
Die Umleitungsstrecke führt über die B 29 und den Verteiler Iggingen nach Iggingen und weiter nach Herlikofen oder ins Leintal. Wer nicht diese offizielle Umleitung nutzt, sondern über Hussenhofen oder Lindach fährt, muss dort mit Radarkontrollen rechnen. Die meisten Verkehrsteilnehmer hielten sich aber an die Sperrung und Umleitung, sagt Stadt-Pressesprecher Markus Herrmann. kust

Zurück zur Übersicht: Stadt Schwäbisch Gmünd

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL