Die bunte Vielfalt der Gmünder Partnerstädte

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Flaggen in der Bocksgasse erinnern an die Gmünder Partnerstädte. Durch eine Postkartenaktion sollen die Menschen Kontakte zueinander knüpfen. Landrat Dr. Joachim Bläse (links) und Oberbürgermeister Richard Arnold fordern alle Interessierten zum Mitmachen auf.
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Wofür die Flaggen in der Bocksgasse stehen und wie Gmünder zu Menschen in den Partnerstädten Kontakte knüpfen können.

Schwäbisch Gmünd

Sie bringen Farbe in die Bocksgasse und erinnern an die fünf Gmünder Partnerstädte: die Flaggen, die dort zwischen den Häusern im Wind wehen. Die Installation eröffnet das Städtepartnerschaftsprojekt „Boulevard der Partnerstädte – farbenprächtig in die Zukunft“ in Schwäbisch Gmünd, das insgesamt drei Bausteine hat:

Flaggen: Die erste Flaggenreihe in der Bocksgasse auf Höhe des Predigers ist bunt wie der Regenbogen. Die Peace-Farben stehen für den friedensstiftenden Charakter der Städtepartnerschaften, für die Weltoffenheit der Stadt Gmünd, für die Vielfalt und auch für Gemeinschaft, sagt Oberbürgermeister Richard Arnold. Es folgen Flaggen in den Farben der Partnerstädte mit kurzen Beschreibungen. So erfahren Passanten etwa, dass Faenza in Italien seit 2001 Gmünder Partnerstadt ist und 58 980 Einwohner hat.

Künstlerin Ingrid Hertfelder und Veranstaltungstechniker Daniel Cavli vom Kulturzentrum Prediger haben die Installation gemeinsam mit der Stadt und dem Gmünder Verein Städtepartnerschaft initiiert. „Pandemiebedingt erschien mir die Innenstadt wie eine Geisterstadt“, erzählt Inga Adam: „Da kam mir die Idee, in Anlehnung an das Kunstprojekt The Gates im Jahr 2005 im Central Park in New York, in der Bocksgasse Stoffbahnen aufzuhängen, um die Innenstadt lebendiger zu machen.“

Pünktlich vor dem kommenden Wochenende und bis zum Weltkindertag am 11. September ist die Installation in der Bocksgasse zu sehen. Denn am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg und am 9. Mai 1950 schlug der französische Außenminister Robert Schuman die Schaffung einer Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl vor: die Geburtsstunde der Europäischen Union, weshalb der 9. Mai Europatag ist.

Postkartenaktion: Im Rathaus, in der Stadtbibliothek und in der Volkshochschule liegen ab sofort Postkarten für die Partnerstädte aus, auf denen Interessierte ihre Kontaktdaten angeben und die Karten an denselben Stellen abgeben können. Inga Adam vom Stabsbereich Internationales, Integration und Europa wird die Postkarten an ihre Kollegen bei den Stadtverwaltungen der Partnerstädte weiterleiten, die für entsprechende Kontakte sorgen wollen. Die Aktion läuft bis Jahresende, kündigt Inga Adam an. Sie hofft, so persönliche Kontakte für die Zukunft anstoßen zu können.

Videobotschaften: Oberbürgermeister Richard Arnold und Landrat Dr. Joachim Bläse werden zum Europatag am Sonntag, 9. Mai, Videobotschaften veröffentlichen, die auf der Internetseite der Stadtverwaltung und des Ostalbkreises abrufbar sind. „Europa ist ein sensationelles Friedens-, Gemeinschafts- und Wertemodell“, sagt der Landrat. Die großen Herausforderungen seien nur in der europäischen Gemeinschaft zu meistern. Dabei nennt er unter anderem die Impfstoffbeschaffung während der Corona-Pandemie, Klimaschutz oder auch die Flüchtlingspolitik. „Europa ist die Überwindung von nationalen Egoismen“, ergänzt Richard Arnold. Beide betonen, wie wichtig es ist, dass Menschen den Gedanken des geeinten Europas leben.

Vormerken: Bei der Sendung „Jugendbegegnungen in Europa“ diskutieren Jugendliche der Partnerstädte am Sonntag, 30. Mai, ab 19 Uhr, was sie bewegt. Zu sehen ist die Diskussion auf dem YouTube-Kanal des Gmünder Vereins Städtepartnerschaft. „Uns war es wichtig, der Jugend Europas eine Stimme zu geben“, erklärt Stabbereichsleiterin Franka Zanek. „Mit der Sendung wollen wir die jungen Leute neugierig machen“, so Städtepartnerschaftsvereinsvorsitzender Lukas Amadeus Schachner.

Europa ist ein sensationelles Friedens-, Gemeinschafts- und Wertemodell.“

Dr. Joachim Bläse,, Landrat

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