Die Fliegergruppe schließt eine Lücke

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Hauptversammlung Fliegergruppe Schwäbisch Gmünd: Mitgliederhauptversammlung 2021

Die Fliegergruppe Schwäbisch Gmünd ehrt auf ihrer Hauptversammlung langjährige Vereinsmitglieder, beschließt eine Erweiterung des Vereinsflugzeugpark und hat klare Vorstellungen in Sachen Hallenfest 2022.

Schwäbisch Gmünd

Es ist Tradition bei der Fliegergruppe Schwäbisch Gmünd, dass zu Beginn einer jeden Hauptversammlung langjährige Vereinsmitglieder geehrt werden. So auch in diesem Jahr. Der Vereinsvorsitzende Stefan Kroboth durfte 17 Mitglieder auszeichnen - darunter befand sich auch Martin Böttigheimer, der seit 50 Jahren der Fliegergruppe Schwäbisch Gmünd angehört.

Den Jahresrückblick präsentierte anschließend der stellvertretende Vorsitzende Frank Rodewald. Ein Höhepunkt sei hierbei die Fertigstellung der im Hangar 3 eingebauten Küche gewesen. Eine äußerst positive Neuigkeit betraf einen Neuzugang: Die CAMO-Süd, ein Luftfahrttechnischer Betrieb, ist in die Segelflugwerkstatt im Hangar 3 eingezogen, womit die Jahresnachprüfungen und auch übers Jahr notwendige Überprüfungen oder Reparaturen nun durch professionelle Fachleute direkt auf dem Hornberg durchgeführt werden können.

Natürlich durften im Jahresrückblick die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen auf die Vereinsaktivitäten nicht fehlen. Die größte Auswirkung, neben den Einschränkungen im Flugbetrieb und dem vollständigen Einstellen sämtlicher sozialer Vereinsaktivitäten, sei der zweimalige Ausfall des Hallenfestes gewesen. Hier waren sich die Mitglieder einig, dass dieses zu Pfingsten 2022 möglichst wieder stattfinden soll, auch unter eventuell dann geltenden Einschränkungen. Auch das Fluglager soll im nächsten Jahr möglichst wieder auf einem anderen Flugplatz durchgeführt werden.

Segelflugreferent Lars Linkner präsentierte sodann interessante statistische Daten: Trotz der durch Corona verspätet gestarteten Flugsaison wurden im Jahr 2020 die Start- und Flugstundenzahlen des starken Jahres 2019 deutlich übertroffen. Auch sportlich sei es ein erfolgreiches Jahr gewesen, denn in der dezentralen Deutschen Meisterschaft im Streckensegelflug (DMSt) konnten unter anderem mehrere Titel geholt werden

Auch Ausbildungsleiter Oliver Bucher warf eindrucksvolle Zahlen an die Leinwand: Mit derzeit 22 sei die Anzahl der angemeldeten Segelflugschüler so hoch wie schon seit Jahren nicht mehr. Zu deren Betreuung sind derzeit 17 Fluglehrer im Verein aktiv – darunter zwei junge Nachwuchsfluglehrer, die ihre Ausbildung erst kürzlich beendet haben.

Sparsamer, leiser und leichter

Anschließend stellte die Fliegergruppe noch einen Neuzugang vor: ein Ultraleichtflugzeug vom Typ WT-9 „Dynamic“. Nach der umfassenden Vorstellung der Maschine inklusive des Wartungs-, Finanzierungs und Ausbildungskonzeptes wurde die Anschaffung mit großer Mehrheit der anwesenden Vereinsmitglieder beschlossen.

Diese Maschine schließe eine Lücke im Vereinsflugzeugpark, konnten die Gmünder doch bisher keine Ultraleichtpiloten ausbilden. Zudem seien Ultraleichtflugzeuge „eine sehr attraktive Flugzeugklasse“, welche die klassischen Einmotorigen immer mehr ablösen, da sie sparsamer, leiser und leichter, in den Flugleistungen und der Ausstattung diesen aber zum Teil ebenbürtig beziehungsweise teilweise sogar überlegen sind.

Die geehrten Mitglieder der Fliegergruppe (v.l.): Tobias Ladenburger (für 30 Jahre), Klaus Müller-Attinger (40), Steffen Weiße (30), Andreas Hachtel (10), Bastian Hörber (20) und Marc Baur (30).

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