Die Gmünder Weststadt wächst an drei Stellen

+
Das „Wohnen in den Fehrlegärten“ nimmt Gestalt an. Die Tiefgarage im Norden ist fertig, die Hochbebauung schreitet von der Schwerzerallee Richtung Goethestraße voran.
  • schließen

Jetzt sind alle Vorhaben im Bau. Neuer Wohnraum in den Jahren 2023 und 2024. Größtes Vorhaben der Landesbaugenossenschaft.

Schwäbisch Gmünd

Zehn Baukräne markieren die Wohnbau-Offensive in der Gmünder Weststadt: Auf drei Großbaustellen entstehen mehr als 260 Wohnungen. Die meisten Flächen sollen dort vermietet werden. Lediglich die auf vier Gebäude verteilten Wohnungen auf dem Gelände des früheren Gasthauses „Römerkastell“ wurden und werden verkauft. 

Fehrle-Gärten:  Das „Wohnen in den Fehrle-Gärten“ ist mit einer Investition von 52 Millionen Euro aktuell das größte Projekt der Landesbaugenossenschaft Württemberg.   Zwischen Goethestraße und Schwerzerallee entstehen in den kommenden Jahren 147 Mietwohnungen. Eine Senioren-WG ist dabei, auch sechs Appartements für Menschen mit Behinderung sind eingeplant und werden von der Stiftung Haus Lindenhof betreut. Sie richtet dort auch einen Mobilen Dienst ein. Außerdem ist Platz für ein Ärztehaus mit drei Praxen und eine Kindertagesstätte, die die Stadt Schwäbisch Gmünds für ganztägige Betreuung anmieten wird. Weiter entstehen 190 Stellplätze in einer Tiefgarage, 30 ebenerdig und 230 Fahrrad-Abstellplätze. 23 Wohnungen sind öffentlich gefördert. Außerdem wird die LBG dort dauerhaft eine Außenstelle in Schwäbisch Gmünd betreiben. 

Das vorgefertigte Ziegelmauerwerk ermöglicht eine schnelle Bauweise.“

Josef Vogel, Landebaugenossenschaft

„Im Baufeld Nord an der Schwerzerallee ist die Tiefgarage im Rohbau fertig“, sagt   Josef Vogel, kaufmännischer Vorstand des Unternehmens, zum aktuellen Stand. Beim ersten Wohnhaus stehen die Außenwände aus vorgefertigtem Ziegelmauerwerk und bei den weiteren Gebäuden im nördlichen Bereich ist der Rohbau schon bis ins erste oder zweite Obergeschoss gewachsen.  „Grundsätzlich ermöglicht das vorgefertigte Ziegelmauerwerk eine schnelle Bauweise“, sagt Josef Vogel. So soll es entlang der Goethestraße weitergehen. Dort ist der Aushub der Baugrube zu zwei Dritteln fertig. Die ersten Fundamente sind betoniert. Gebaut werden Geschosswohnungen und Wohnungen über mehrere Etagen wie bei Reihenhäusern und Stadthäusern. 
Eutighofer Tor: Wo früher Kindergarten Brücke, Evangelisches Gemeindezentrum und Pfarrhaus standen, entstehen rund 80 neue (Miet)Wohnungen in insgesamt sieben Gebäuden. Nach Worten von Architekt Thomas Sonnentag kann in den nächsten Wochen richtig durchgestartet werden. Schon jetzt ist am nordöstlichen Grundstücksende entlang der Eutighofer Straße ein erster Baukörper gewachsen.  Für weitere Gebäude entlang der Straße werden derzeit Fundamente gelegt. Dort sollen später Ladengeschäfte samt Bäcker einziehen, darüber liegen die Wohnungen. Weitere Gebäude folgen entlang der Eugen-Bolz-Straße und zwei mehrgeschossige Häuser schmiegen sich an den Hang, der südlich am Beginn der Straße „Am Studentenwäldle“ endet. Dort muss zum Schutz der historischen Eiche von unten her gebaut werden, der Kran für diesen Bauteil wird am Ende der Stichstraße aufgebaut, die von der Eugen-Bolz-Straße abzweigt. Thomas Sonnentag hofft, dass – bei entsprechender Materialverfügbarkeit – die Rohbauten bis Ende 2022 stehen. Parallel dazu will er schon mit dem Innenausbau beginnen. So bald das erste Gebäude an der Eutighofer Straße steht, ziehen dort die Handwerker für die weiteren Gewerke ein. Unter den Wohngebäuden  schafft der Investor rund 110 Tiefgaragenplätze.

Römerkastell: Dort ist der Baufortschritt am deutlichsten. Einer von vier Rohbauten ist weitgehend fertig, zwei weitere sind in Kürze so weit, sagt Investor Helmut Schmied. Noch  im Mai dürfte auch das vierte Gebäude stehen. Dann sollen rasch die Fenster geliefert und verbaut werden. „Im nächsten Winter sind alle Gebäude zu“, sagt Helmut Schmied. Das mache den weiteren Ausbau möglich. In einem Jahr sollen nach Worten von Helmut Schmied  die ersten Wohnungsinhaber einziehen. Bis dahin müssen die Außenanlagen so weit fertig sein, dass ein problemloser Zugang möglich ist. Mit dem Verkaufserfolg ist Schmied zufrieden: Nur eine von 33 Wohnungen ist noch zu haben. 

Eutighofer Tor (links) und Römerkastell.

Zurück zur Übersicht: Stadt Schwäbisch Gmünd

Mehr zum Thema

Kommentare