Die Krippe steht für Hoffnung

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Sie freuen sich über die Krippe des Vereins Staufersaga auf dem Marktplatz: (v.l.) Josef Stampfer, Gundi Mertens, Rolf Friedel und Alexander Koller.

Nach der Weihnachtsmarktabsage: Der Verein Staufersaga schmückt den Marktplatz mit der Heiligen Familie.

Schwäbisch Gmünd. Eigentlich sollte die Krippe den staufischen Weihnachtsmarkt bereichern. Nachdem dieser jedoch zusammen mit dem traditionellen Weihnachtsmarkt abgesagt worden war, hat sich der Verein Staufersaga entschlossen, seine neue Krippe am Chor der Johanniskirche aufzustellen. Dort freuten sich am Freitag schon Besucher der Innenstadt an Josef, Maria, dem Christuskind, einem Engel, Hirten, den Heiligen Drei Königen und Schafen.

Die Idee zu dieser Holzkrippe hatte die zweite Vorsitzende des Vereins, Gundi Mertens. In Handarbeit umgesetzt hat sie Josef Stampfer, Gruppenleiter der Zimmermannszunft. Dazu bedurfte es mehrerer Entwürfe, bis die geeignete Größe und die Formen der Figuren gefunden waren. Bevor es an das Holz-Ausschneiden ging, wurden alle Figuren maßgetreu auf Papier aufgezeichnet und am Boden ausgelegt. So entstand in Gedanken ein Gesamtwerk. Als nächstes hat Josef Stampfer die Papierskizzen auf Holz übertragen. Die Feinarbeit übernahm danach Rolf Friedel, ebenfalls von der Zimmermannszunft. Er schnitt mit einer Spezialmaschine alle Figuren aus. Den Figuren aus Holz ein Gesicht und eine Struktur zu geben, dies waren die letzten Schritte bei der Entstehung der Staufersaga-Weihnachtskrippe. Dieser allerletzte „Strich“ wurde den Krippenfiguren mittels eines heißen Lötkolbens im wahrsten Sinn des Wortes eingebrannt. Zum ursprünglich vorgesehenen Gmünder Weihnachtsmarkt wurde die Krippe liebevoll aufwendig an geplanter Stelle aufgebaut. Nach einem Umbau darf sie nun am Chor der Johanniskirche, zum Marktplatz schauend, stehen. „Ein positives Zeichen dafür, das alles seinen Sinn hat“, sagt Gundi Mertens. Denn gerade in diesen Zeiten stehe eine Krippe symbolisch für den Zusammenhalt der Familie und für Frieden. Auch andere Gedanken manifestierten sich, wie zum Beispiel die Suche vieler Menschen weltweit nach einem sicheren Lebensraum und nach einer Zukunft ohne Krieg, Verfolgung und Hungersnot, sagt Mertens weiter. Oder eine Krippe als Hoffnungsträger, auch das könne die Botschaft sein.

Die Darstellung der Weihnachtsgeschichte, die Geburt Jesu Christi, soll es bereits im Mittelalter um 1223 gegeben haben. Der heilige Franz von Assisi errichtete laut Überlieferung eine Krippe mit lebenden Tieren in Greccio in den Umbrischen Bergen. Der Stauferkönig und -kaiser Friedrich II. ließ zu dem Zeitpunkt eine Universität in Neapel errichten und entwickelte an seinem Hof ein Zentrum für Dichtung und Wissenschaft.

Der Kreis schließt sich hier für den Verein Staufersaga, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die staufische Geschichte am Leben zu erhalten. mil, gm

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