Die Maske fällt - doch wohl noch nicht nächste Woche

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Kultusministerin Theresa Schopper (erste Reihe, 4. v. r.) freute sich bei ihrem Besuch der Friedensschule auch über die musikalischen Darbietungen der Schüler.
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Kultusministerin Theresa Schopper besucht die Friedensschule und redet mit Schülern über die Situation mit Corona.

Schwäbisch Gmünd

Die Pflicht für Schüler, während des Unterrichts Masken zu tragen, wird wohl bald fallen - nächste Woche aber noch nicht. Und Schüler, die in diesem Schuljahr ihre Abschlussprüfungen schreiben, bekommen wegen der bisherigen Corona-bedingten Einschränkungen vielleicht etwas mehr Zeit für ihre Prüfungen, aber keine inhaltlichen Erleichterungen. Das sagte die baden-württembergische Kultusministerin Teresa Schopper auf Fragen von Schülern der Friedensschule.

„Ein Seele-Streicheln“

Am Donnerstag besuchte die Ministerin die Gemeinschaftsschule im Norden Gmünds. Zu dem Termin waren auch Leiter anderer Schulen gekommen. „Ich weiß, was Sie insgesamt leisten“, sagte Theresa Schopper den Pädagogen und Pädagoginnen. Sie wolle, so gut es geht, den Präsenz-Unterricht gewährleisten. Die Ministerin zeigte ebenso Verständnis für die Situation der Schüler und der Eltern.

„Dass Sie da sind, ist für uns ein Seele-Streicheln“, sagte die Leiterin der Friedensschule, Daniela Maschka-Dengler , in ihrer Begrüßung. Auch für die Elternbeiräte sei die Corona-Zeit „kein Honigschlecken“ gewesen. Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold stellte ebenfalls fest, die Pandemie-Zeit sei „keine einfache Zeit für die Schulen“. Der Wegfall der Maskenpflicht, der nun im Raum steht, wäre schon mal eine große Erleichterung. Die Gmünder Landtagsabgeordnete der Grünen, Martina Häusler, lobte, dass die Bildung in Gmünd schon lange hohen Stellenwert genieße und diese Präferenz im Gemeinderat von allen Fraktionen getragen werde.

Die Maskenpflicht im Unterricht war ein wichtiges Thema bei diesem Besuch, Diese Pflicht ist „für euch echt 'ne harte Nummer“, zeigte Theresa Schopper in einem Gespräch mit Schülern der Klassenstufen vier bis zehn Verständnis für das Anliegen der Schüler. Diese Pflicht soll „möglichst bald“ fallen.

Lolli nur zweimal

Auf die Nachfrage der Abschlussschülerin Emilia sicherte Schopper zu, dass Abschlussklassen auf jeden Fall Präsenzunterricht bekommen. Schüler Johannes sprach die Lolli-Tests an, die ab nächste Woche genutzt werden sollen, um eine mögliche Ausbreitung von Corona zu vermeiden Die Ministerin bestätigte ihm, dass dieser Test nur noch zweimal pro Woche absolviert werden muss, nicht mehr wie die bisherigen Antigen-Schnelltests dreimal.

„Leider keine guten Nachrichten hatte sie für Joana. Die hatte gefragt, wann die vakanten Stellen von Sonderschullehrern wieder besetzt werden. Bei Sonderschul- und Grundschullehrern herrsche der größte Mangel, informierte die Ministerin. Cheyenne wollte wissen, ob Schopper einen erneuten Lockdown ausschließen kann. Das könne sie nicht, wenn eine „neue fiese Variante“ des Virus auftaucht. Bislang sei sie jedoch zuversichtlich, dass dies nicht mehr geschieht. Und falls es doch nochmal zu einem Lockdown kommen sollte, bat Maxi darum, dann wenigstens Wechselunterricht aufrechtzuerhalten. Das werde auf jeden Fall möglich sein, meinte Theresa Schopper.

Im Gegenzug wollte sie von den Schülern wissen, wie die nach der Zeit des Homeschoolings im neuen Schuljahr angekommen sind. Da fielen die Antworten unterschiedlich aus: Trotz Unsicherheit „ganz gut gestartet“, sagte die eine, der andere meinte, es war „schwer, wieder reinzukommen“.

Die Ministerin traf sich auch mit Schülern des Landesgymnasiums für Hochbegabte und trug sich ins Goldene Buch der Stadt ein.

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