Die meisten Schüler machen durch bis zu den Ferien

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Schiller-Realschule Schwäbisch Gmünd
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Nur wenige Mädchen und Jungs nutzen das Angebot der freiwilligen Quarantäne. Schulleiter im Gmünder Raum sind froh um den Präsenzunterricht.

Schwäbisch Gmünd

Eltern können in den letzten Schultagen vor den Weihnachtsferien ihre Kinder von der Schule beurlauben – zum Schutz vor einer Ansteckung mit Corona so kurz vor den Festtagen. Wie das Angebot an Schulen im Gmünder Raum angenommen wird?

Die Zahlen: An der Friedensschule auf dem Rehnenhof sind es „allerhöchstens drei Prozent der Schüler“, die zuhause bleiben und den Unterricht in diesen letzten Schultagen vor Weihnachten nicht besuchen. Das berichtet Schulleiterin Daniela Maschka-Dengler. Sie ist froh, dass nur wenige an der Gemeinschaftsschule dieses Angebot des Kultusministeriums angenommen haben. Schule in Präsenz sei extrem wichtig für die Kinder. Zum einen wegen des Lernens, zum anderen aber auch wegen der sozialen Kontakte. „Für mich ist das auch eine schöne Rückmeldung der Eltern“, sagt die Schulleiterin. Gleichzeitig könne sie verstehen, wenn manche Eltern ihre Kinder zuhause lassen wollen, weil im vergangenen Jahr Weihnachten ohne Großeltern stattfinden musste und das dieses Jahr nicht mehr so sein soll. Eltern seien mit dem Angebot des Kultusministeriums bewusst und verantwortungsvoll umgegangen.

Ähnlich sieht's an der Gmünder Schiller-Realschule aus. Nur fünf oder sechs von fast 360 Schülern seien zuhause, der Rest besuche regulär den Unterricht. „Wir sind froh um jede Schulstunde, in der die Kinder da sind“, sagt Schulleiter Steffen Greiner. Dies bestätigen die Schulleiter Thomas Eich vom Gmünder Parler-Gymnasium und Veit Botsch vom Hans-Baldung-Gymnasium. Nur eine Handvoll Schüler lerne von zuhause aus. Am Parler-Gymnasium werde an allen drei Tagen in dieser Woche getestet, erklärt Thomas Eich, der die Entscheidung des Kultusministeriums als „nicht hilfreich für die Schule“ empfindet. Die drei Tests für die Schüler sieht er als „Mehrwert“. Zusätzlich habe die Schule nun endlich für jede Klasse CO2-Warnmelder erhalten, die anzeigen, wann gelüftet werden muss.

Aufgaben für daheim: Schüler in freiwilliger Quarantäne haben von den Lehrern im Vorfeld Aufgaben bekommen – über Lernplattformen oder in Papierform, die sie erledigen und nach den Ferien vorzeigen müssen. Online-Unterricht ist nicht geplant. „Ich kann Eltern verstehen, die das Angebot der freiwilligen Quarantäne nutzen“, sagt Daniela Maschka-Dengler. Der Mehraufwand für die Lehrkräfte sei in dem Fall machbar.

Klassenarbeiten? Die meisten Schulklassen sind für dieses Jahr durch, berichten die Schulleiter. Weil Schulschließungen immer wieder mal politisch diskutiert worden waren, habe er mit seinem Kollegium schon früh beschlossen, in den letzten drei Schultagen keine Klassenarbeiten mehr zu planen, erklärt Steffen Greiner. Am Parler-Gymnasium steht laut Thomas Eich noch eine Klausur in der Kursstufe an. Im Vorfeld habe der Lehrer geklärt, ob alle da seien. Am Hans-Baldung-Gymnasium stünden in der Unterstufe keine Klassenarbeiten mehr auf dem Programm. In der Kursstufe hätten die Lehrer vorher abgefragt, ob alle da seien, berichtet Veit Botsch. Alle Schulleiter hoffen, dass nach den Weihnachtsferien der Unterricht wieder regulär starten kann. Denn, da sind sich alle einig, „Präsenzunterricht ist unglaublich wichtig für die Kinder“.

Ein Blick nach Aalen: Dort sieht's ähnlich aus wie im Gmünder Raum. Nur wenige Schüler machen von der freiwilligen Quarantäne Gebrauch. Von drei Prozent spricht Michael Weiler, Direktor des Kopernikus-Gymnasiums. Höchstens ein bis zwei pro Klasse seien es am Schubart-Gymnasium, wie Direktorin Christiane Dittmann erzählt. Lediglich die Aalener Waldorfschule geht einen anderen Weg: Die Oberstufe bekommt in diesen Tagen gar keinen Präsenz-, sondern nur Online-Unterricht nach Stundenplan. Die Kinder der ersten bis zur achten Klasse sind in der Schule.

Wir sind froh um jede Schulstunde, in der die Kinder da sind.“

Steffen Greiner, Schulleiter
  • Drei Tage freiwillige Quarantäne
  • Die Ausnahmeregelung gilt vom 20. bis 22. Dezember. Für die Befreiung mussten Eltern schriftlich eine Beurlaubung beantragen. Die Schulen müssen die Kinder in den drei Tagen mit Arbeitsaufträgen und Materialien für zu Hause versorgen.

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