Die Prunksitzung ist abgesagt

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Auch in dieser Saison wird es keine Prunksitzung im vollen Stadtgarten geben. Die Gmender Fasnet hat die Großveranstaltung abgesagt.
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Die Gmender Fasnet zieht die Corona-Reißleine. Auch das Internationale Guggentreffen und der Faschingsumzug stehen auf der Kippe.

Schwäbisch Gmünd

Mit dem Motto „Traum von 1001 Nacht“ präsentierte die Gmender Fasnet im Februar 2020 ihre letzte Prunksitzung vor einem nahezu ausverkauften Congress-Centrum Stadtgarten. Die Zeichen mehren sich, dass die Gmünder Fasnetstreibenden nahezu so viele Nächte auf eine weitere Prunksitzung warten müssen.

Die närrische Veranstaltung mit Tanz, Musik, Büttenreden und ordentlich Schelte für die „Großkopfeten“ bildet für die Gmender Fasnet„das Aushängeschild“ und mit die größte Veranstaltung während der fünften Jahreszeit, erklärt der Vorsitzende der Gmender Fasnet, Eberhard Kucher. Lange habe man geplant und gehofft, doch jetzt ist es amtlich: „Die Sitzung wird abgeblasen“, bedauert Kucher, der bei den sich immer mehr verschärfenden Maßnahmen gegen die Pandemie keine Möglichkeit sieht, eine Veranstaltung in dieser Größenordnung in geschlossenen Räumen abzuhalten.

Es macht keinen Sinn.“

Eberhard Kucher,, Vorsitzender der Gmender Fasnet

Die Gmender Fasnetstreibenden sind sich ihrer Verantwortung bewusst und ziehen für diese Saison einmal mehr die Reißleine. Das Silbermännle wurde nahezu unbemerkt aus seinem Domizil geholt, die Instrumentenwäsche am Wochenende nach dem offiziellen Fastnachtsbeginn ersatzlos gestrichen. Im Oktober seien in der Regel nahezu alle Planungen für die Prunksitzung abgeschlossen, meint Kucher. Auch heuer wurde lange überlegt und geplant, aber „es macht keinen Sinn“. Die Gardetänzerinnen dürfen nur noch online trainieren, bei den Musikern wurden die „Präsenz-Proben“ komplett eingestellt. Jetzt noch daran festzuhalten und auf ein kleines Wunder für den Februar zu hoffen, sehen weder Sitzungspräsident Daniel Maier noch Vorsitzender Kucher als zielführend an. In derVorweihnachtszeit sei traditionell der Vorverkauf für die Eintrittskarten angelaufen, „für viele Gmünder eine schöne Geschenkidee für Weihnachten“, aber jetzt mit Vorverkauf starten und später alles absagen und Rückerstattungen in die Wege leiten –der Aufwand ist zu groß, zu teuer und die Situation zu unsicher,meint Kucher. Wie es jetzt weiter geht? „Wir fahren immer noch auf Sicht“, bekräftigt der Vorstand. Über die Zukunft des geplanten Internationalen Guggenmusiktreffen soll in nächster Zeit beraten werden. Der große Faschingsumzug? „Hier gehen die Planungen weiter“ schließlich finde der Umzug ja an der frischenLuft statt und „abgesagt ist schnell“. Ob der närrische Hofstaat mit Zeremonienmeister Max dem Amüsanten, dem Närrische Schultes Nathalie die Temperamentvolle rund um Prinzessin Janine I, Prinz Thomas II. jetzt weiter in Kurzarbeit bleiben oder gar Gmünds OB Richard Arnold aufgrund eines womöglich nicht stattfindenden Rathaussturms einige Tage „Mehrarbeit“ leisten muss? Die Gmender Fasnet ist immer für Überraschungen gut. Beispiel: was in der vergangenenSaison nicht „live“ über die Bühne gehen konnte, wurde virtuell übertragen.

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