Die Schicksalsschläge hören nicht auf

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Der Starkregen der vergangenen Woche hat das Tierzelt des Zirkus Alaska zerstört und die prekäre Situation der in der Coronapandemie in Gmünd gestrandeten Zirkusfamilie Frank erneut verschärft.
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Der Starkregen in der vergangenen Woche hat den Familienzirkus Alaska erneut in Not gebracht.

Schwäbisch Gmünd

Der Juli, meint Zirkusinhaber Alois Frank, der Juli hätte endlich die Wende für die gebeutelte Zirkusfamilie Frank bringen sollen. Mit der Gmünder Stadtverwaltung sei ausgemacht worden, dass bei gleichbleibend niedrigen Inzidenzzahlen wieder Zirkusveranstaltungen stattfinden dürfen. Bereits vor Monaten hat die Zirkusfamilie begonnen sich auf ihre „Premiere“ im Gmünder Industriepark in der Weststadt vorzubereiten. Das große blau-gelbe Zirkuszelt wurde errichtet, in der Manege begannen die Franks, ihre Showauftritte zu üben. Bis zum Mittwoch der vergangenen Woche lag etwas wie ein Silberstreif am Horizont der Zirkusfamilie, dann brach wie eine Urgewalt das Gewitter und der damit verbundene Starkregen über Gmünd und den Zirkus herein.

Innerhalb kürzester Zeit sammelten sich große Wassermassen auf dem Tierzelt, das eigentlich als Wetterschutz für die Pferde und Kamele dienen soll. „So schnell konnten wir gar nicht reagieren“, blickt Alois Frank zurück, die Wassermassen bildeten Seen auf dem Zelt, das in der Folge zusammenbrach und nicht mehr repariert werden kann. „Gott sei Dank ist den Tieren nichts passiert“ zeigt sich der Zirkuschef dankbar.

Jetzt sind die Tiere im großen Zirkuszelt untergebracht, damit hat sich aber die Aussicht auf baldige Vorstellungen zerschlagen, denn wie sollen die Franks trainieren, wenn in der Manege die Tiere untergebracht sind? Das ist nicht das einzige Problem, das Tierzelt muss ersetzt werden, aber mit welchem Geld?

„Die Luft wird für uns immer dünner“, meinen die Franks. Zur Erinnerung: Im Frühjahr vergangenen Jahres strandete der kleine Familienzirkus in Bettringen auf einem offenen Areal vor dem dortigen Supermarkt, coronabedingt fiel die Zirkuspremiere in Gmünd aus, an eine Weiterreise war nicht zu denken. „Keine Stadt im Umkreis hätte uns aufgenommen.“ Mit dem Auftritt in Gmünd wollte der Zirkus seine Deutschlandtournee nach der Winterpause fortsetzen. Zuvor hatte bereits bei einem Aufenthalt in Ansbach ein Unwetter eines der Tierzelte zerstört. Die Großzügigkeit und das Wohlwollen vieler Gmünder Bürger half über die anfängliche Geld- und Futternot etwas hinweg, denn: „Keine Auftritte – keine Einnahmen“. Doch die gute Versorgung der Tiere stand bei den Franks schon immer an erster Stelle und „hochwertiges Futter ist teuer“.

Tiere gehören zur Familie

Kurzauftritte im Freien brachten ein klein wenig Erleichterung, aber mit dem Beginn des Winters begannen die Franks erneut sorgenvoll in die Zukunft zu blicken. Die Tiere hätten auf dem nassen Boden und nur geschützt durch ein Zelt Schaden genommen, etwas was für die Franks ein „No-Go“ ist, die Tiere gehören zur Familie, meint Alois Frank, viele seien hier geboren worden.

Jetzt steht die Familie wieder vordem Nichts und bittet erneut um Hilfe und Unterstützung aus der Bevölkerung. Jeder Cent und jede Futterspende hilft, meint Frank.

Für Spenden unter IBAN DE71 600 100 700 702 62 67 02, Verwendungszweck „Tierzelt“, ist die Familie Frank dankbar.

„Die Luft wird für uns immer dünner.“

Zirkusfamilie Frank

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