Die St.-Vinzenz-Familie feiert

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Jede Menge Programmpunkte bot das Familienfest im Hörgeschädigtenzentrum St. Vinzenz den Besucherinnen und Besuchern.

Unter dem Motto „Liebe sei Tat“, veranstaltete das Hörgeschädigtenzentrum St. Vinzenz den traditionellen Familien- und Gemeinschaftstag.

Schwäbisch Gmünd. Dieser Tag sei lange ersehnt gewesen, berichtet ein Besucher des Familien- und Gemeinschaftstags der katholischen Seelsorge St. Vinzenz. Er sei als Kind auf die Schule für Hörgeschädigte, St. Josef, gegangen und treffe auf dem alle zwei Jahre stattfindenden Gemeinschaftstag einige seiner ehemaligen Klassenkameradinnen und Kameraden. Unter dem Motto: „Liebe sei Tat“, konnten sich Gehörlose und deren Angehörige aus ganz Baden-Württemberg im Foyer des Gmünder Stadtgartens treffen.

Freundschaften blühen auf

„Begonnen haben wir mit Kaffee und Tee bei uns vor dem St. Vinzenz“, berichtet der Gehörlosenseelsorger und Diakon Herbert Baumgarten. Anschließend fand die Eucharistiefeier unter der Leitung von Domkapitular Andreas Rieg statt. Bei einem ausgiebigen Mittagessen blieb den 220 Teilnehmerinnen und Teilnehmen, die unter anderem aus Karlsruhe, Bad Mergentheim sowie Rottweil anreisten, genug Zeit, nach zwei Jahren das Wiedersehen zu feiern. „Den Menschen ist es besonders wichtig, sich einfach miteinander auszutauschen. An solchen Tagen können Freundschaften wieder aufblühen“, so Baumgarten.

Vielfältiges Programm

Nach dem Mittagessen im Foyer konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwischen vielfältigen Programmpunkten auswählen. Unter anderem galt es beim Mitmach-Zirkus „Piccolo“ aus Plüderhausen sein Geschick auf dem Trapez, Drahtseil oder beim Jonglieren unter Beweis zu stellen. Monika Riedesel, die den Projektzirkus zusammen mit ihrer Familie leitet, freute sich sichtlich über das Wiedersehen mit den Menschen von St. Vinzenz. Bereits 2019 war der Zirkus für eine Woche lang zu Gast im Hörgeschädigtenzentrum. „Weshalb sich viele, sehr gefreut haben, als sie unser buntes Zirkuszelt gesehen haben“, freut sich Riedesel.

„Wer es lieber etwas gemütlicher angehen lassen möchte, hat die Möglichkeit, mit einem der stadtbekannten Elektrozüge durch die Innenstadt zu fahren“, berichtete Baumgarten. Zudem bot Andrea Schott, die Schulleiterin von St. Josef, bei einer einstündigen Führung Einblicke in den Schulalltag und die Räumlichkeiten der Schule für Hörgeschädigte. Ein weiteres Highlight des Familien- und Gemeinschaftstages war ein großer Segway-Parcours unter der Leitung von Roswitha Foltin von Ostalb-Segway, durch den Park des Hörgeschädigtenzentrums. „Viele trauen sich anfangs nicht oder sind etwas zögerlich“, so der Eindruck von Roswitha Foltin, die zusammen mit ihrem Mann das Unternehmen seit diesem Jahr leitet. „Aber nach den ersten Metern haben die meisten große Freude daran“.

Wechsel mit Marchtal

Der nächste Familien- und Gemeinschaftstag werde dann wieder in zwei Jahren, dann allerdings in Marchtal stattfinden: „Diesen zweijährigen Wechsel zwischen Marchtal und Schwäbisch Gmünd pflegen wir bereits seit Jahren“, erklärt Baumgarten. Abgeschlossen wurde der diesjährige Familien- und Gemeinschaftstag, bei leckerem Kaffee und Kuchen und einer Abschlussandacht mit Pfarrerin Daniela Milz-Ramming im Zirkuszelt.

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