Die Stadt genießt die Rückkehr der Altersgenossen

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„Grüß di Gott, Alois“ unterm Johannisturm: Die 80er genießen das Fest.
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Nach langer Coronapause beginnt die Festreihe mit den 80ern des Jahrgangs 1941 und gefühlt ist ganz Gmünd auf den Beinen.

Festzug in Gmünd: Die 80er feiern

Die Stadt genießt die Rückkehr der Altersgenossen.
Die Stadt genießt die Rückkehr der Altersgenossen. © Jan-Philipp Strobel
Die Stadt genießt die Rückkehr der Altersgenossen.
Die Stadt genießt die Rückkehr der Altersgenossen. © Jan-Philipp Strobel
Die Stadt genießt die Rückkehr der Altersgenossen.
Die Stadt genießt die Rückkehr der Altersgenossen. © Jan-Philipp Strobel
Die Stadt genießt die Rückkehr der Altersgenossen.
Die Stadt genießt die Rückkehr der Altersgenossen. © Jan-Philipp Strobel
Die Stadt genießt die Rückkehr der Altersgenossen.
Die Stadt genießt die Rückkehr der Altersgenossen. © Jan-Philipp Strobel
Die Stadt genießt die Rückkehr der Altersgenossen.
Die Stadt genießt die Rückkehr der Altersgenossen. © Jan-Philipp Strobel
Die Stadt genießt die Rückkehr der Altersgenossen.
Die Stadt genießt die Rückkehr der Altersgenossen. © Jan-Philipp Strobel

Schwäbisch Gmünd

Die Letzten werden die Ersten sein. Mit diesem Bibelzitat empfängt Münsterpfarrer und Dekan Robert Kloker die Mitglieder des Altersgenossenvereins 1941 zum Gottesdienst nach dem Festzug durch die Stadt. Ein Satz, der an diesem Tag ganz praktische Bedeutung hat. Die 80er, die gewöhnlich den Reigen der Jahrgangsfeste abschließen, sind im Coronajahr die Ersten, die ein solches Fest feiern können.

Und das tun sie nicht allein. Im Gegenteil. „Als sei die ganze Stadt auf den Beinen“, sagt eine Besucherin, die wie hunderte andere den sonnigen Samstagvormittag schätzt. Über den sich die AGV-Mitglieder ganz besonders freuen.

1941er-Vorsitzende Helga Röllig ist begeistert, genießt das Bad in der Menge, schätzt das 80er-Fest, „weil wir es so entspannt erleben dürfen, weil wir die Fest-Erfahrung mitbringen“. Die Emotionen gehen an diesem Tag tief, Ursula Röttele freut sich über das Fest, hat viele Erinnerungen an frühere Umzüge im Kopf und ist „schon ein bisschen wehmütig, weil es ja das letzte Altersgenossenfest ist“.

Die Tradition, die in Schwäbisch Gmünd seit 1863 gefeiert wird, ist zurück. Nach einem Jahr 2020 ohne jedes Altersgenossenfest ist die Stadt wieder bunt, Freunde und Bekannte überschütten die Festteilnehmerinnen und Festteilnehmer mit Rosen. Manche stehen schon vor acht Uhr auf dem Kornhausplatz und begrüßen die Altersgenossen mit den Blumen.

Damit alle in der Stadt wissen, was an diesem Samstag passiert, hat der Altersgenossenverein für die Umzugsteilnehmer 80er-Luftballons bereit. Die steigen später vor dem Münster in die Höhe, bilden rot-weiße Punkte über der Innenstadt.

Es ist auch der Festtag der Promis. Viele bekannte Gesichter sind darunter, der langjährige Staatssekretär und Bundestagsabgeordnete Dr. Dieter Schulte führt den Festzug gemeinsam mit seiner Frau Christa Schulte an. Nicht zu übersehen: Alt-Schwanenwirt Helmut Gloning darf sich von Tochter Christine Gloning im Ford Mustang chauffieren lassen, kann die Blumen entspannt im Auto ablegen.

Gefordert ist er vor dem Johannisturm, wo ihm seine Kollegen einen Sektempfang bereiten. Der Verein der Köche Schwäbisch Gmünd, dessen Vorsitzender Gloning ist, bedient auch andere Altersgenossen und Festbesucher. Oberbürgermeister Richard Arnold zum Beispiel, der die Rosen nicht wie gewohnt am Rathaus übergibt. Weil es dort enger zugeht, hat er sich für den großzügigeren Platz vor dem Johannisturm entschieden.

Prominenz auch in der Zugbegleitung: Heidi Preibisch ist dabei. Die langjährige Stadträtin freut sich, „dass wir wieder so ein Fest feiern können“. Ein Fest, das immer Besucher aus Nah und Fern anlockt. Die längste Anreise dürften Ara Barseghyan, Artak Verdyan, Lena Hayrapetyan und Movses Poghosyan gehabt haben. Sie kommen aus Eriwan in Armenien, waren am Vorabend Gäste beim Festakt der „Küche der Barmherzigkeit“ und erleben am Samstag das feiernde Gmünd samt der musikalischen Unterstützung durch den 1. Musikverein Stadtkapelle unter der Leitung von Dr. Andreas Kittel und die Musikkapelle Hussenhofen mit Dirigentin Melanie Barth.. Vor allem erleben sie natürlich den Höhepunkt am Johannisturm, wenn die Bläser das „Grüß di Gott, Alois“ anstimmen. 

Der geistliche Höhepunkt wartet im Münster beim von Robert Kloker und Dekanin Ursula Richter zelebrierten Gottesdienst. „So lehre uns denn zählen unsere Tage, damit wir ein weises Herz erlangen,“ Ursula Richter stellt dieses Bibelzitat in den Mittelpunkt und weist auf die Kostbarkeit der Zeit hin, auf die Zeit, die die 80er schon erleben konnten und auf die Zeit in der Gemeinschaft, die für Menschen lebenswichtig sei.

Weil wir es so entspannt erleben dürfen.“

Helga Röllig,, AGV-Vorsitzende
OB Richard Arnold gratuliert der AGV-Vorsitzenden Helga Röllig.

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