Dieter Elser feiert runden Geburtstag

+
Dieter Elser
  • schließen

SPD-Stadtrat, Feuerwehrmann und stadtbekannter Büttenredner wird am Dienstag 70 Jahre alt.

Schwäbisch Gmünd. Die Gmünder kennen ihn als Feuerwehrmann. Sie kennen ihn als Sozialdemokrat. Als Stadtrat für die SPD. Und sie kennen ihn als Till von Gmend. Dieter Elser hatte und hat viele Jobs, Funktionen, Leidenschaften. An diesem Dienstag feiert der Gmünder seinen 70. Geburtstag.

46 Jahre lang war der frühere Disponent und Einkäufer von ZF, von ZFLS und von Bosch AS bei der Gmünder Freiwilligen Feuerwehr. Ebenfalls 46 Jahre lang war er bei Gmünds größtem Arbeitgeber tätig. Bei der Feuerwehr war er für die Ausbildung junger Feuerwehrleute zuständig. Bei seinem Abschied im Jahr 2016 hatte der damalige Feuerwehrkommandant Ralf Schamberger Elsers Dienst- und Einsatzzeiten zusammengerechnet. Er kam auf satte 4,6 Jahre. Keine Weiterbildung habe Elser ausgelassen, sagte Schamberger damals. Ein Grund, weshalb Elser das Bundesleistungsabzeichen des Deutschen Feuerwehrverbandes in Bronze erhielt, eine Auszeichnung, die nur wenige Gmünder Feuerwehrleute haben.

Elsers Engagement in der Feuerwehr wurzelt auch in seinem sozialen Engagement. Er gehört zur Aktion Sichere Stadt, unterstützt die „Küche der Barmherzigkeit“, ist Mitglied der IG Metall und wirkt als Schöffe am Amtsgericht. In der SPD ist er seit mehr als 20 Jahren. Hineingewachsen ist er in die Partei, zu der der Vater schon gehörte. Und weil ihm „der soziale Aspekt einfach wichtig ist“, sagt er. Sozialdemokratische Politik vertrat er deshalb zehn Jahre lang im Gemeinderat.

Bei allem Engagement: Die größte Bekanntheit hat Dieter Elser gewiss als Till von Gmend erreicht. Über viele Jahre hat er, pointiert und spitz-zugespitzt, Kommunalpolitik und Kommunalpolitiker aufs Korn genommen. Seine Bütt war die, auf die durchweg alle Zuhörer im gesamten Stadtgarten bei der Prunksitzung der AG Fasnet den ganzen Abend über gewartet haben. Um kräftig lachen zu können. Und um das Gebotene bei Sekt, Wein oder Bier nach der Sitzung zu diskutieren. War's gut? Oder war's gar zu heftig? Als diese Diskussionen zunahmen, Äußerungen ins Persönliche gingen, zog der Till von Gmend die Reißleine. Was wiederum viele bedauerten. Für ihn selbst war's richtig. Denn eine gute Bütt ist aufwändig, sagt der Ex-Till und nennt 120 bis 150 Stunden, die das Schreiben und Einüben einer Rede braucht. All das ist Vergangenheit. Und dennoch auch schöne Erinnerung. Für die Zuhörer dieser Reden. Und für Elser selbst, der an diesem Dienstag den 70. Geburtstag mit seiner Frau und den Familien der drei Kinder feiert. Alles Gute, Dieter Elser! Michael Länge

Zurück zur Übersicht: Stadt Schwäbisch Gmünd

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare