Dilek Güngör bei den „Zeitgesprächen“

+
Die Straßdorferin Dilek Güngör wird bei den „Zeitgesprächen“ am 1. April im Stadtgarten ihre Bücher vorstellen.

Die Straßdorferin stellt am 1. April im Stadtgarten ihre aktuellen Bücher vor.

Schwäbisch Gmünd. Corona hat uns gebremst: Die letzten „Zeitgespräche“ der Gmünder Tagespost liegen eineinhalb Jahre zurück. Damals war Landtagspräsidentin Muhterem Aras zu Gast im Prediger. Schon damals zu Pandemie-Bedingungen, gerade mal 80 Zuhörer durften in den Saal. Nun nimmt die GT einen neuen Anlauf. Am Freitag, 1. April, ist die Straßdorferin Dilek Güngör Gast der drei Veranstalter Kreissparkasse Ostalb, Buchhandlung Osiander und Gmünder Tagespost.

Dilek Güngör ist Gmünds bedeutendste Stimme, wenn es darum geht, Geschichten über Familien mit türkischen Wurzeln literarisch zu erzählen. Güngör, 1972 in Straßdorf geboren, hat mittlerweile drei Romane geschrieben. Ihr jüngster, „Vater und ich“, ist für den Deutschen Buchpreis 2021 nominiert worden. Allein diese Nominierung ist eine hohe Auszeichnung.

Güngör wird am Freitag, 1. April, um 19 Uhr im Leutze-Saal des Stadtgartens im Gespräch mit GT-Lokalchef Michael Länge ihre aktuellen Romane vorstellen. In „Vater und ich“ erzählt sie von Ipek und ihrem Vater. Güngör beschreibt die Annäherung Ipeks an ihren Vater, der als sogenannter Gastarbeiter in den 70er-Jahren aus der Türkei nach Deutschland kam. Zwischen Vater und Tochter herrscht eine Sprachlosigkeit, die Ipek zu überwinden sucht. Und dennoch, so lässt sich dieser Roman lesen, gibt es zwischen Vater und Tochter eine Zärtlichkeit. Eingebettet ist diese Geschichte in türkisch-kulturelle Eigenheiten, die in Güngörs Romanen immer auftauchen. Ein Lebensthema? Diesen Rückschluss lässt Güngörs vorletzter Roman zu. In „Ich bin Özlem“ erzählt sie von Özlem, die sich zu sehr durch ihre Herkunft definiert fühlt. Die Zuschreibung, türkische Wurzeln zu haben, begegnet ihr wieder und wieder. Warum ist das so? Weil die Menschen, die Özlem umgeben, ihre diese Wurzeln zuordnen? Oder vielleicht doch eher sie selbst?

Karten für die „Zeitgespräche“ mit Dilek Güngör gibt's für 12 Euro (GT-Abonnenten 10 Euro) bei der Buchhandlung Osiander: (07171) 927740. Für diese Veranstaltung gelten die 2G-Regeln. Änderungen sind möglich. Wir informieren darüber in der Gmünder Tagespost.

Deutschland ist ein Land, in dem sehr früh

Dilek Güngör, Autorin

Zurück zur Übersicht: Stadt Schwäbisch Gmünd

Mehr zum Thema

Kommentare