Dr. Gerold Bläse ist neuer Gmünder CDU-Vorsitzender

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Dr. Gerold Bläse mit Richard Arnold
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Der bisherige Vorsitzende Thomas Eble und seine Stellvertreter kandidierten nicht mehr.

Schwäbisch Gmünd. Die Gmünder CDU hat am Freitagabend im Stadtgarten Dr. Gerold Bläse zum neuen Vorsitzenden des CDU-Stadtverbandes gewählt. Der bisherige Vorsitzende Thomas Eble und die beiden Stellvertreter Rose Uhl und Christian Krieg kandidierten nicht mehr. Bläses Stellvertreter sind Dr. Inge Gräßle, David Sopp und Dr. Amelie Schlott.

Bläse hatte sich vor der Wahl vorgestellt. Er sei nicht mit Joachim Bläse verwandt, kenne ihn aber schon lange, da beide in Tübingen studiert haben. Bläse kommt aus Bargau, ist dort Ortsvorsteher und „vom Herzen her schon immer sehr CDU-nah“. Er sei gefragt worden, sei etwas überrascht gewesen, habe lange nachgedacht und kandidiere jetzt. Er sei sehr motiviert, vom Grunde aus optimistisch. Demokratie sei ihm wichtig. Er werde alles tun, um die CDU in Gmünd so hoch zu halten wie bisher.

Norbert Barthle hielt seine „letzte Rede“ als Abgeordneter und Staatssekretär. Er danke, dass die CDU ihm 23 Jahre das Vertrauen geschenkt habe. Die bevorstehende Wahl werde entscheiden, „wohin wir uns in den nächsten zehn Jahren bewegen“. Nach 16 Jahren gebe es viele, die die CDU aus dem Kanzleramt heraushalten wollten, auch viele Medienvertreter. Deshalb müsse man kämpfen.

Vor der Wahl gab Eble seinen letzten Rechenschaftsbericht. Die Gmünder CDU habe, wegen Corona, eineinhalb schwierige Jahre hinter sich, sagte er. Es habe wenig Präsenzveranstaltungen gegeben. Ein Highlight sei eine Veranstaltung mit Dr. Inge Gräßle zu 75 Jahren CDU in Gmünd gewesen.

Mit attraktiver Frauen-Union

Die CDU sei noch immer eine starke Kraft in Gmünd und habe knapp 400 Mitglieder, etwas mehr Männer als Frauen. Eble skizzierte ein Bild der Gmünder CDU - mit einer aktiven Frauen-Union, mit einer engagierten Jungen Union. Dankbar sei er für den engen Austausch mit Oberbürgermeister, Erstem Bürgermeister und Landrat. Es sei wichtig, eine gemeinsame Zielrichtung zu haben, denn dies sei zum Wohl der Stadt. Eble wünschte Bläse eine „glückliche Hand“ bei der künftigen Arbeit.

Gräßle dankte für das bisherige Vertrauen. Eine Abgeordnete brauche einen starken Stadtverband. Sie sprach über den Wahlkampf. Die Stimmung sei deutlich besser als die Umfragen. Die Strategie sei, die CDU zu verunsichern. Der sehr junge Kandidat der SPD in Gmünd sage, Gräßle und Ricarda Lang von den Grünen kämen über den Listenplatz in den Bundestag. Dies stimme nicht. Sie werde ganz sicher nicht über den Listenplatz in den Bundestag einziehen. Diese Wahl sei kein Selbstläufer. Wer eine erfahrene Abgeordnete wolle, müsse diese auch direkt wählen.

80 Prozent der Arbeitsplätze in Gmünd seien im Automobilbereich, 75 Prozent im Bereich der Verbrenner. 55 Prozent dieser Arbeitsplätze fielen laut einer Studie der IHK weg. Deshalb sei es richtig, wenn die Stadt sich auf das vorbereite, was dann passiere. Gräßle sagte, sie mache sich große Sorgen der Klimabeschlüsse und des Strukturwandels in der Autobranche wegen. Dies sei eine doppelte Herausforderung.

Zum Erfolg verdammt

Deutschland sei zum Erfolg verdammt. Dies werde gelingen, wenn man der Wirtschaft die Chance gebe. Dies gelinge nicht, wenn man zu viele Vorschriften mache. Gewinne die CDU die Wahl nicht, werde das Land große Probleme bekommen. Weil es viele Vorgaben gebe. Die CDU hingegen spreche sich für Technologieoffenheit aus. Gräßle glaubt nicht, „dass nur Elektro funktionieren wird“. Die Frage sei, ob es Deutschland gelinge, seine Weltmarktführerschaft zu halten, die das Land bislang beim Verbrenner habe. Michael Länge

Dr. Gerold Bläse mit Richard Arnold

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