Dramaturg hilft Schülern bei der Probe

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Theaterworkshop am Scheffold-Gymnasium

Scheffold-Schüler bereiten sich auf ihr Stück „Les Enfants Terribles“ vor. Dabei bekommen sie Hilfe von einem echten Profi.

Schwäbisch Gmünd. „Sucht euch einen Gegenstand, der für euch persönlich wichtig ist. Macht damit Geräusche und lasst ein Klangbild entstehen.“ Mit diesen Übungen führte Christoph Sökler, Dramaturg und verantwortlich für die Musiktheatervermittlung an der Jungen Oper im Nord (JOIN) in Stuttgart, die Schüler der Musikzüge des Scheffold-Gymnasiums in die „Minimal Music“ von Philip Glass ein. Zwei Tage lang arbeitete er mit den verschiedenen Jahrgangsstufen, um sie auf eine Aufführung vorzubereiten, die am Donnerstag, 31. März, in der Turnhalle des Scheffold-Gymnasiums für die Schulgemeinschaft zu sehen sein wird: „Les Enfants Terribles“, nach der Romanvorlage „Kinder der Nacht“ von Jean Cocteau und der Musik von Philipp Glass. „Ich bin gespannt, wie es funktionieren wird“, sagt Sökler. Sein Konzept: Statt Tänzer kommen Turner auf die Bühne und Turngeräte fungieren als Objekte, die in dieser surrealistisch anmutenden Geschichte ihre eigene Realität bekommen.

Wie das in der Praxis aussieht, zeigt Sökler den Schülern mit weiteren Übungen: Turnbewegungen in Endlosschleife oder das Vorlesen einzelner Textpassagen, zu denen die Schüler dann kurze Szenen entwickeln sollen. „Es geht immer um Traum und Wirklichkeit, darum, wie realistisch die Realität ist“, betont Sökler. Genau dafür möchte er sein junges Publikum sensibilisieren. Denn die Geschwister Paul und Elisabeth, die im Mittelpunkt der Handlung stehen, kreieren im Stück ihre eigene Wirklichkeit mit eigenwilligen Ritualen und außergewöhnlichen Spielen. Die Handlung kommt in Gang, als sich die Geschwister in verschiedene Personen von außen verlieben, Krankheit, Liebeskummer, Lügen und Verrat sind die Motoren der Geschichte.

Als „großen Gewinn“, bezeichnet Musiklehrerin Diana Magg diesen Workshop der Jungen Oper in Stuttgart. „Die Schüler können das Stück so nicht nur intellektuell verstehen, sondern mit den spielerisch-künstlerischen Übungen auch konkret nachvollziehen“, betont sie.

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