Drive-in Tests als Bausteine auf dem Weg ins normale Leben

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Dank bester Vorbereitung und Organisation verlief die Aktion auf dem Schießtalparkplatz reibungslos.

Diszipliniert und gut organisiert geht der erste Schnelltesttag des Gmünder DRK im Schießtal über die Bühne. 260 Tests absolviert.

Schwäbisch Gmünd

Impfen und Testen – das scheinen derzeit die Bausteine für den Weg in ein "normales Leben" zu sein. Derzeit können deshalb Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern anlasslos einen Antigen-Schnelltests machen lassen. In Schwäbisch Gmünd gab es am Samstag kostenlose Schnelltests auf dem Schießtalplatz. Dort haben 18 Ehrenamtliche der DRK Ortsgruppen aus Maitis, Waldstetten, Mögglingen, Heubach, dem Schwäbischen Wald, Mutlangen und Bettringen mit Steffen Alt, dem Kreisgeschäftsführer des DRK Schwäbisch Gmünd an der Spitze, die Teststraße aufgebaut.

Schilder weisen den Weg, rot-weiße Flatterbänder schirmen den Testbereich ab und leiten die Autofahrer in die Testbahnen, den Testwilligen wird, im Auto sitzend, ein Nasenabstrich genommen, der vor Ort ausgewertet wird. Ein großes Zelt dient als "Labor". Zugführer Karlheinz Schilling berichtet von einem "Kommen und Gehen", die Situation sei sehr entspannt gewesen – eine Folge der Terminvergabe, um die die Verantwortlichen im Vorfeld gebeten haben.

"Kein Vergleich zu der Situation vor Weihnachten, an dem die Südstadt unter der Last der Testwilligen "beinahe zusammenbrach", bestätigt Bürgermeister Christian Baron. Mit der kostenlosen und jetzt regelmäßig angebotenen Testaktion erweitert die Stadt Gmünd ihre "Teststrategie", erläutert er. Das Konzept sieht vor, dass an allen Schulen und Kindergärten im Stadtgebiet regelmäßig Schnelltests für Lehrkräfte und Erzieher anzubieten.

Seit dem Start des Modells vor einer Woche sind "für nahezu alle Schulen und Kindergärten "Testpaten" gefunden, erklärt Baron zufrieden. Gemeint sind Personen mit medizinischer Vorbildung, die zweimal wöchentlich die Schnelltests abnehmen. Dazu kommen die kostenlosen Schnelltests wie auf dem Schießtalplatz. Alle seien sie "wichtige Bausteine im Kampf gegen das Coronavirus", sagt der Bürgermeister und denkt an weitere Testzentren im Stadtgebiet.

Auch Christian Baron lässt an diesem Samstag die Prozedur des Nasenabstrichs über sich ergehen, um "48 Stunden lang auf der sicheren Seite" zu stehen. Nach knapp 15 Minuten hat er das erhoffte negative Ergebnis.

Immer noch besser als 100 Prozent Unsicherheit.

Ein Testteilnehmer

2200 Schnelltests standen am Samstag zur Verfügung, 30 000 Tests sind für den März bereitgestellt, erklärt der Kreisbereitschaftsleiter Roland Kässer. Was gut ist, denn die Blechkarawane wird länger und länger. Überwiegend seien Schüler mit ihren Eltern zum Testen gekommen, erklärt Schilling, es sind aber auch "ältere Semester" dabei. Die einen möchten die betagten Eltern besuchen und sichergehen, andere "wollen es nur wissen". Konkrete Gründe hat ein junges Paar: im Betrieb sei ein positiver Coronafall aufgetreten, erzählt der Mann, der sich jetzt nicht auf den "langwierigen Behördenablauf" einlassen möchte. Ein Schnelltest soll jetzt etwas Sicherheit bringen, zumal der Testwillige mit seinen Eltern in einem Haus wohnt. Dass die Schnelltests eine gewisse Ungenauigkeit enthalten ist dem Paar bewusst, "lieber 50 Prozent ungenau, wie 100 Prozent Unsicherheit", finden sie. Das negative Ergebnis garantiert ihnen zumindest "einen besseren Schlaf heute Nacht".

260 Schnelltests zählte das DRK nach sieben Stunden, nur ein positives Ergebnis ist dabei, freut sich der Kreisgeschäftsführer. Die betroffene Person sei darauf hingewiesen worden, dass sie das Testergebnis mit einem PCR-Test überprüfen lassen sollte und sich bis dahin in Quarantäne begeben muss.

Info: Die Schnelltests werden bis auf Weiteres jeweils samstags von 8 bis 15 Uhr und mittwochs von 17 bis 20 Uhr angeboten. Termine gibt es unter (07171) 3506-21, oder www.drk-gd.de/angebote/zur-corona-situation/schnelltests.html

Knapp 15 Minuten dauert es, bis das Testergebnis angezeigt wird.

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