DRK will den Standort Gmünd stärken

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Hinter dem DRK-Zentrum in der Weißensteiner Straße soll ein Neubau das neue Domizil der SEG werden.

Rund 2,5 Millionen Euro sind für einen Neubau des Deutschen Roten Kreuzes in Schwäbisch Gmünd auf dem Areal in der Weißensteiner Straße vorgesehen. Das ist geplant.

Schwäbisch Gmünd

Rund 40 ehrenamtliche, erstklassig ausgebildete Mitglieder sind der Schnelleinsatzgruppe, kurz SEG, des Gmünder Deutschen Roten Kreuzes (DRK) angeschlossen. Ausgebildet vom Sanitätshelfer über Rettungsassistenten bis hin zum Notarzt unterstützen Mann und Frau rund um die Uhr das ganz Jahr über den Rettungsdienst bei größeren Schadensfällen oder bei einer größeren Anzahl an Verletzten bei einem Schadensereignis.

Zu Beginn der 2000er-Jahre bezog die SEG Station beim DRK-Stützpunkt auf dem Hardt, einer Hallenanlage in der Nachbarschaft des Bauhofes der Stadt Schwäbisch Gmünd. Das Domizil der SEG dient als Treffpunkt bei Einsätzen und gleichzeitig als Einsatzkoordinationsstelle bei Alarmierungen. Im Einsatzgebäude auf dem Hardt finden sich neben einem Teil der DRK-Bereitschaft und der SEG mit Lastwagen und Rettungswagen der technische Dienst sowie der Einsatzleitwagen (ELW) stationiert. Im günstigsten Fall kann die alarmierte Truppe innerhalb von sieben Minuten am Einsatzort sein, erzählt der Führer der SEG, Jörn Schmidt.

Im Zuge der Städtebaupläne der Stadt Schwäbisch Gmünd wird die SEG über kurz oder lang diese "Heimat" auf dem Hardt verlassen müssen. "Wir gehen mit einem lachendem und einem weinenden Auge", berichtet Jörn Schmidt: weinend, weil viele Umbaumaßnahmen auf dem Hardt mit Eigenleistung gemeistert wurden, lachend, weil der bevorstehende Neubau beim DRK-Zentrum in der Weißensteiner Straße in Gmünd "eine deutliche räumliche Verbesserung darstellen wird". Die Verkehrslage am neuen Standort sieht Steffen Alt, Kreisgeschäftsführer des DRK Schwäbisch Gmünd, als zusätzlichen Gewinn an. Denn hier seien die Einsatzkräfte zentraler verortet.

Wir gehen mit einem lachendem und einem weinenden Auge.

Jörn Schmidt, SEG-Führer

Auf dem Grundstück des DRK-Geländes gehen bereits die Vermessungsarbeiten voran, beichtet er. Auf 580 Quadratmetern soll dort die SEG in einem mehrstöckigen Neubau eine neue Heimat finden. Das Erdgeschoss des Neubaus sei für die SEG bestimmt, erklärt Alt, die weiteren Stockwerke sollen einer weiteren Nutzung vorbehalten werden. Mit der Ansiedlung der SEG auf dem DRK-Gelände soll dieser Standort nicht nur erweitert, sondern auch gestärkt werden.

Die Wünsche und Anregungen der SEG fließen in die Planungen mit ein, sagt der Kreisgeschäftsführer. Jörn Schmidt erläutert die konkreten Pläne: Eine Fahrzeughalle soll für zehn Einsatzfahrzeuge ausreichend geplant werden. Zudem werden Lager- und Werksflächen benötigt. Die SEG braucht der Anzahl der Einsatzkräfte entsprechend auch Sozial- und Sanitärräume.

Das Projekt soll jetzt zügig angegangen werden, damit die Stadt Schwäbisch Gmünd ihre Bauvorhaben auf Gmünds Sonnenhügel vorantreiben kann, berichtet Steffen Alt. 2,5 Millionen Euro sind für den DRK-Neubau in der Weißensteiner Straße vorgesehen. Bis zum kommenden Frühjahr soll das Baugesuch fertiggestellt sein. Wünschenswert wäre es, wenn das neue Gebäude Ende 2023 in Betrieb genommen werden könnte, sagt der Kreisgeschäftsführer.

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