Ehrenamtsfest in Gmünd: Corona-Pandemie stärkt die Hilfsbereitschaft

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Auf der Gmünder Remsparkbühne wird am 19. Mai gefeiert. Was den Besuchern geboten wird.

Schwäbisch Gmünd. Die Pandemie stellte das Leben vieler auf den Kopf. Vor allem die ältere Generation hatte es nicht immer leicht. Die einen waren in Quarantäne, die anderen sollten oder durften ihre Wohnungen zum Schutz der eigenen Gesundheit nicht verlassen. Damit diese Personen dennoch mit dem täglichen Bedarf versorgt waren, hatte Inge Pfeifer von der Stadtverwaltung das Projekt „Gmünd hilft“ organisiert. Insgesamt 150 Ehrenamtliche hatten sich spontan gemeldet und wurden aktiv für die ältere Generation. „Daraus entstand unter anderem eine Art Nachbarschaftshilfe“, sagt Inge Pfeifer begeistert. Auch Vereine seien aktiv geworden und haben eigene Projekte ins Leben gerufen, die gegen die Vereinsamung der Personen gemünzt waren. Etwa der Musikverein Hussenhofen, der alle Musikanten zwar einzeln proben ließ, diese Musikeinlagen dann aber zusammenschnitt, um so wenigstens eine virtuelle Gemeinschaft zu simulieren. Oder auch der Liederkranz, der ein Textbüchlein verfasste fürs Singen zuhause. Andere starteten eine Aktion, in der Briefe an andere während des Kontaktverbots geschrieben wurden. Und vieles mehr. Mittendrin statt nur dabei: Peter Arnold, Bürgermentor und das Gesicht des Ehrenamts in der Stauferstadt schlechthin.

Für eben dieses freiwillige Engagement wird es nun ein Ehrenamtsfest am kommenden Donnerstag, 19. Mai, ab 18 Uhr auf der Gmünder Remsparkbühne geben, kündigt Oberbürgermeister Richard Arnold an. Denn „Ehrenamt ist nichts Selbstverständliches. Dafür muss es eine Dankeskultur geben“, so Arnold.

Ursprünglich hätte dieses Fest bereits im Dezember zur Vorweihnachtszeit stattfinden sollen, doch die Pandemie machte diesem damals einen Strich durch die Rechnung. Nun wird es in das Programm des „Gmünder Sommers“ eingebettet.

Attraktives Rahmenprogramm

Für ein attraktives Programm wird die „Stimmbänd“ aus Straßdorf sowie Achim & Hubbe und die Gmünder Stadtkapelle sorgen. Der Oberbürgermeister verdeutlicht, dass Ehrenamt künftig immer mehr gefragt sein wird. Denn in ein paar Jahren würden 30 Prozent Arbeitskräfte der geburtenstarken Jahrgänge in Rente beziehungsweise in Pension gehen. Allerdings könnten diese aufgrund fehlender Nachwuchskräfte nicht ersetzt werden: „Wir schaffen es jetzt schon kaum“, verweist er auf Ehrenamtliche, die städtische Grünanlagen gießen, beim Spazieren gehen Müll einsammeln oder, wie am kommenden Samstag, 14. Mai, ab 9 Uhr im Stadtgarten, 30 000 Tulpenzwiebel ausgraben. „Dieses Engagement ist wichtig und stärkt die Gemeinschaft“, so Richard Arnold. Aber es muss auch Dank erhalten. Und diesen gibt's beim Ehrenamtsfest für alle Engagierten. Anja Jantschik

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