Ein bisschen 80er-Fest muss sein

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Kein offizielles Achtzigerfest, aber eine Begegnung unterm Johannisturm. Wie beim richtigen Altersgenossenfest erklingt aber der "Alois" vom Turm und die Fahne des AGV 1940 weht.

Kein Festzug, keine offizielle Feier, aber eine nicht ganz zufällige Begegnung unter dem Johannisturm. Auf einen Nachholtermin 2021 verzichtet der AGV 1940.

Schwäbisch Gmünd

Ein bisschen Wehmut ist dabei: Die kleine Begegnung am Donnerstagabend vor der Johanniskirche beendet den Festreigen des Altersgenossenvereins 1940. Noch einmal hören sie den "Alois" vom Johannisturm und sehen "ihre" Altersgenossenfahne wehen.

Es war die erste in der mittlerweile 157 Jahre langen Altersgenossen-Festtradition, daran erinnert Vorsitzende Marion Groß. Und sie denkt schon darüber nach, "was wir jetzt mit dieser Fahne machen". Die sollte am besten in einem Archiv landen.

Das Fest wollen sie nicht nachfeiern, sagt die Vorsitzende und betont: "Wir werden das Fest scheibchenweise feiern." Einen gemeinsamen Kirchgang haben die 1940er für August geplant. Dann wird auch das obligatorische Gruppenfoto aufgenommen. Eine Busfahrt ins Remstal steht im September an, im Oktober aus heutiger Sicht eine kleine Wanderung. "Und Ende November treffen wir uns noch einmal zu einem Menü im Stadtgarten und sehen uns die Fotos des Jahres an."

Auf Zylinder nicht verzichten

Das heißt nicht, dass wir uns nicht mehr treffen.

Marion Groß Vorsitzende AGV 1940

Zwölf Jahre lang ist Marion Groß Vorsitzende, jetzt gibt sie das Amt auf, weil der Verein wirklich aufgelöst werden soll. "Das heißt nicht, dass wir uns nicht mehr treffen." In kleinem Kreis sollen weiterhin Stammtische stattfinden, auch Wanderungen. An diesem Donnerstagabend geht es im Stadtgarten weiter. Es wäre ohnehin der Eröffnungsabend eines offiziellen Altersgenossenfests gewesen. Unter den Achtzigern auch der frühere Bully-Chef Volkmar Klaus, der sich über diese kleine Ausgabe des Fests freut. Seinen wirklichen Geburtstag konnte er im Februar noch ohne Corona-Einschränkungen feiern, "da hatten wir großes Glück".

Auch wenn es an diesem Donnerstagabend keine Kleiderordnung gibt, auf den Zylinder will Heinz-Josef Kroppmanns, einst Marketing-Chef der GEK, nicht verzichten. Es wäre sein fünftes Altersgenossenfest und ein wenig sieht es auch aus wie das Original. Immerhin gibt es viele Rosen von Freunden und Beifall aus den umliegenden Straßencafés für die Altersgenossen. Es gibt kein Protokoll für die Begegnung, doch bei den Klängen des "Alois" vom Johannisturm sind die Mitglieder des AGV 1940 wie die umstehenden Gäste einfach ergriffen und lassen dem Gesang freien Lauf. Dann besinnen sich alle wieder auf die Einschränkungen dieser Tage und nehmen den Weg zum Stadtgarten ganz individuell.

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