Ein Blick in die Hospiz-Baustelle am Kloster

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Kloster-Geschäftsführer Manfred Welzel (rechts) erläuterte den Mitgliedern des Sozialausschusses, wie das Klosterhospiz aussehen wird. Links Bürgermeister Julius Mihm.
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Das Hospiz im Kloster der Franziskanerinnen wird voraussichtlich im April oder Mai eingeweiht. Ein Blick auf die Baustelle.

Schwäbisch Gmünd

Ein Ort nicht nur fürs Sterben, sondern für die letzte Lebensphase – das soll das Klosterhospiz werden, dessen Bau im Kloster der Franziskanerinnen der ewigen Anbetung bereits weit fortgeschritten ist. Die Einweihung ist für April oder Mai geplant. Mitglieder des Sozialausschusses verschafften sich am Mittwoch einen Eindruck.

Vertrauen ins Kloster

Das Klosterhospiz soll keine Einrichtung für Gmünd werden, sondern für die gesamte Raumschaft. 23 Kommunen unterstützen das Projekt. Für den Gmünder Bürgermeister Julius Mihm ist die Raumschaft ein Organismus, der verschiedene Organe brauche – auch ein stationäres Hospiz. Waldstettens Bürgermeister Michael Rembold, zugleich Sprecher der Gemeinden in der Raumschaft, verzeichnet ein sehr große Vertrauen in die Franziskanerinnen. Ein Hospiz sei ein Ausdruck von Nächstenliebe. Auch Projektkoordinatorin Dr. Angelika Daiker, die schon 20 Jahre lang ein Hospiz in Stuttgart geleitet hat, sieht in der Raumschaft "einen guten Nährboden" für das Hospiz-Projekt. Sie berichtet, dass die Initiatoren gut mit der in Gmünd bereits bestehenden Arbeitsgruppe Hospiz zusammenarbeiten, doch auch selbst ehrenamtliche Hospizhelfer ausbilden.

Das Hospiz wird acht Zimmer für Gäste haben, alle zum Garten hinausgerichtet. Und alle Gäste können von ihrem Bett aus den Himmel sehen. So erläutert der Geschäftsführer des Klosters, Manfred Welzel, die Zimmer. "Herz" des Hospizes werde ein großer Raum mit Esstisch, angrenzender Küche, Sitzecke und einem Kamin. Schließlich, so Angelika Daiker, soll das Hospiz den Gästen ermöglichen, "wie zuhause" zu sterben. Im Untergeschoss entsteht ein Pflegebad. Auch Unterkunftsmöglichkeiten für Angehörige wird es geben.

Aufgenommen werden Menschen völlig unabhängig von ihrem Glauben und ihrem Alter, deren Krankheiten nicht mehr behandelt werden. Im Klosterhospiz sind 12,5 Stellen, besetzt mit 20 Personen, vorgesehen. Hinzu komme die gleiche Zahl an ehrenamtlichen Helfern.

Die Kosten

Die Kassen, so Welzel, tragen in der Regel die Kosten für die Hospizbetreuung – abzüglich fünf Prozent, die der Träger zu übernehmen hat. Welzel kalkuliert hier mit rund 200 000 Euro pro Jahr. Er appelliert an die beteiligten Gemeinden oder an private Spender, hier zu helfen.

Wanderungen sollen ans Klosterhospiz heranführen

Mit einer Reihe von Wanderungen möchten die Initiatoren den Fortschritt des Hospiz-Baus ins Bewusstsein der Bevölkerung rücken. Da das Hospiz von 23 Kommunen in der Raumschaft getragen wird, starten die Wanderungen in verschiedenen Orten und dauern jeweils etwa zweieinhalb Stunden. Am Ende gibt's jeweils eine Bewirtung. Eine Anmeldung ist nötig.

1. Wanderung ab Waldstetten: am Freitag, 18. September, Start 13.30 Uhr. Sie wird teilweise durch ein Filmteam begleitet, das über das Kloster-Projekt berichtet. Anmeldung: Generationentreff Spitalmühle, E-Mail: Renate.Wahl@schwaebisch-gmuend.de.

2. Wanderung für den Bereich Frickenhofer Höhe/Iggingen/Schechingen am Donnerstag, 24. September: Start 13 Uhr, Krone Schönhardt, 13.30 Uhr Gemeindehalle Schechingen. Abschluss Krone in Schönhardt. Bustransfer. Anmeldung per E-Mail: info@schechingen.de, info@iggingen.de.

3. Wanderung ab und bis Kloster Lorch am Mittwoch, 14. Oktober, Start 14 Uhr. Anmeldung per E-Mail: Renate.Wahl@schwaebisch-gmuend.de.

4. Wanderung am 14. Oktober, Start: 15 Uhr in Ruppertshofen. Anmeldung per E-Mail: helene.konradi@ruppertshofen.de, Telefon (07176) 1311.

5. Wanderung am 25. Oktober, Start 14 Uhr, Bartholomä. Anmeldung per E-Mail: thomas.kuhn@bartholomae.de, Nina.Geiger@bartholomae.de.

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